„Randvoll, Paul, immer randvoll!“ Während Steffen das sagt, legt er den Arm brüderlich um die Schulter seines Freundes Paul. Und der lächelt zum Schluss. Und scheint‘s zufrieden zu sein. Eben erst hat er noch Zweifel gehabt, wie es denn nun ist mit dem berühmten Glas – halb voll oder halb leer? „Ich bin kein Freund von Happy-End oder Tragik. Ich steh’ eher auf ein versöhnliches Ende – wie im echten Leben halt. Da ist auch nicht immer alles eitel Sonnenschein.“ Sagt Andreas Eikenroth und ist auch zufrieden. Sehr zufrieden sogar, wenn er auf sein Werk über Paul und seine Freunde blickt. „Die Schönheit des Scheiterns“, heißt das 110-seitige Comic-Buch aus der Feder des Gießeners, das gerade eben erst erschienen ist. Andreas Eikenroth (=„AE“) – der Name beziehungsweise das Kürzel dürfte Anzeiger-Lesern längst bekannt sein. Seit rund vier Jahren steuert er einmal wöchentlich den Comic „Gelle, Gießen“ bei. Aus Gießen, für Gießen und für Gießener – zum Schmunzeln, zum Nachdenken und vielleicht auch mal zum Kopfschütteln. Das ist, auf den Punkt gebracht, das Element im Stadtteil des Anzeigers, das eine große Fangemeinde hat.