Pastor Hennemann wird Gemeinschaftsinspektor
08.02.2012 - HÜTTENBERG
400 Gäste verabschiedeten 39-jährigen Prediger der Evangelischen Gemeinschaft, der weiter in Hochelheim wohnen bleibt
(rl). Nach mehr als neun Jahren Dienst als Pastor im Gebiet Hüttenberg der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland (EG) ist der 39-jährige Matthias Hennemann in einem Festgottesdienst verabschiedet worden. Gebietsleiter Ernst Förster (Dornholzhausen) konnte mehr als 400 Besucher im voll besetzten Gemeindezentrum der Evangelischen Freien Gemeinde Hochelheim begrüßen. Der Präses der EG, Jürgen Schmidt (Lützellinden), hielt die Predigt.
„Im Namen der EG will ich ein fettes Dankeschön sagen, dass wir dich fast eine ganze Dekade hier genießen konnten“, sagte Schmidt. Auch wenn er Hennemann als Pastor verabschiedet hat, so bleibt er doch dessen Chef: Hennemann ist seit Anfang Januar Inspektor der EG und damit Nachfolger von Hartmut Schuster aus Hochelheim.
Förster erinnerte daran, dass Hennemann als Seelsorger für die fünf Gemeinden Hochelheim, Lützellinden, Dornholzhausen, Reiskirchen und Weidenhausen tätig war. Den Dienst hat er sich geteilt mit Pastor Markus Neitzel und Jugendpastor Johannes Hackbarth. Bislang ist die Nachfolge für Hennemann noch offen.
Sein Dienst sei eine starke Mischung aus Leitung sowie organisatorischen und geistlichen Aufgaben. „Du hattest es nicht immer leicht mit uns“, blickte Förster zurück auf die Dienstjahre von Hennemann, der nach seiner theologischen Ausbildung an der Freien Theologischen Hochschule Gießen damit seinen ersten Gemeindedienst antrat. Hennemann wurde 1972 geboren und ist in Dillenburg-Manderbach aufgewachsen. Nach dem Abitur hat er zunächst eine Ausbildung zum Finanzbeamten im gehobenen Dienst im Finanzamt Gießen begonnen. Der Zivildienst brachte für ihn eine Zäsur und nach einem Jahr am Finanzamt Frankfurt wandte er sich der Theologie zu. In Hüttenberg hat er seine Frau Gaby geheiratet. Die beiden haben eine fünfjährige Tochter. Auch künftig wird Hennemann in Hochelheim wohnen bleiben.
Im vergangenen Jahr war er als Inspektor in die Leitung der EG berufen worden. In der neuen Aufgabe wird er vor allem etwa 50 der 80 EG-Gemeinden beraten und begleiten. Sein Vorgänger im Amt, der auch am Festgottesdienst teilnahm, ist mit 62 Jahren in die Altersteilzeit getreten und derzeit in der Freistellungsphase. Schuster hatte eine theologische Ausbildung am „Bibelseminar Wuppertal“ absolviert und war anschließend fünf Jahre Prediger in Wesel am Niederrhein. Von 1975 bis 1980 war er beim Missionswerk „Evangelium in jedes Haus“ in Wien/Österreich tätig und anschließend fünf Jahre Pastor der EG in Bünde/Westfalen. Von 1995 an bis Ende letzten Jahres arbeitete er als Gemeinschaftsinspektor. Mit seiner Frau Monika lebt er in Hüttenberg, hat drei erwachsene Söhne und drei Enkelkinder. Irmgard Zörb aus Lützellinden ließ Hennemanns Dienstjahre in einem humorvollen Gedicht nochmals vorüberziehen. Eröffnet wurde die Feier von Posaunenbläsern aus den Gemeinden unter der Leitung von Dr. Reiner Hofmann, die den Gemeindegesang begleiteten. Die Kinderchöre aus Hochelheim und Lützellinden unter der Leitung von Judith Watz sangen.