02. September 2010 19:24 Uhr
URL: http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/8700616.htm

Gießener Anzeiger

Donnerstag, 02. September 2010 19:24 Uhr
Seite drucken
Suche



Inhalt Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zur rechten Spalte
Hochschule 

JLU sieht Forschung und Lehre durch Sparmaßnahmen des Landes bedroht

03.04.2010 - GIESSEN

(hh). Die Nachricht aus Wiesbaden kam völlig überraschend. Denn seit Monaten hatte das Land Hessen den Hochschulen signalisiert, dass „keine Kürzungen“ geplant seien. Dass die Budgets auf „dem Niveau von 2010 eingefroren werden“. Doch dann teilte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann unerwartet mit, dass die Hochschulen sehr wohl einen „Sparbeitrag“ zu leisten haben. Und zwar einen sehr beachtlichen. Insgesamt 34 Millionen Euro weniger werden Hessens Universitäten und Fachhochschulen erhalten. Von 2011 bis 2015. Wohlgemerkt pro Jahr. Für die Justus-Liebig-Universität (JLU) wird die geplante Mittelkürzung deutliche Konsequenzen haben. „Wir werden die Zahl der Professuren nicht halten können“, macht Unipräsident Joybrato Mukherjee unmissverständlich klar.

„Mittel- und langfristig wird das massive Folgen für unsere Leistungskraft in Forschung und Lehre haben.“ Aber auch kurzfristig wird es schon deutliche Einsparungen geben. Darauf haben sich das JLU-Präsidium, die Dekanate der elf Fachbereiche und die im Senat vertretenen Listen in ausführlichen Beratungen am Mittwoch geeinigt. „Diese Hochschule hat verabredet, das gemeinschaftlich zu tun“, betont Mukherjee im Pressegespräch. „Entschieden, aber auch besonnen.“

Konkreten Zahlen aus Wissenschaftsministerium liegen noch nicht vor
Doch trotz der „sehr konstruktiven Gespräche“ ist dem Präsidenten und auch Unikanzler Dr. Michael Breitbach nur zu deutlich anzumerken, dass der JLU schmerzhafte Einschnitte bevorstehen. Unklar ist allerdings noch, wie weitgehend die Einsparungen sein werden. Denn die konkreten Zahlen aus dem Wissenschaftsministerium liegen noch nicht vor. „Bei einer linearen Mittelkürzung gehen wir von etwas mehr als sechs Millionen Euro aus“, erläutert der Präsident. Sollte die leistungsorientierte Mittelzuweisung – kurz auch Lomz genannt – wie gefordert weiterentwickelt werden, fallen wohl immerhin noch „vier Millionen Euro netto“ weg. Und das „von einem Jahr auf das andere“.

Rückblende: Überaus schlechte Nachrichten aus Wiesbaden mussten die Hochschulen bereits 2004 verkraften. Damals war allein die JLU angesichts der Geldnot in den öffentlichen Kassen gezwungen, rund fünf Millionen Euro einzusparen. Das brachte das Aus für 20 Professuren. Aber auch rund 100 Stellen von Mitarbeitern waren betroffen. Innerhalb der Universität wurden diese massiven Streichungen von recht kontroversen Diskussionen begleitet. Und als „Verlierer“ galten die Physik, die Agrarwissenschaften, die Informatik und die Philosophie.

„Einschränkung des Betriebs“
Konkrete Streichplanungen an der Uni gibt es aktuell noch nicht, aber fest steht: Die Zuweisungen für Sachmittel und Hilfskräfte werden sofort „linear um zehn Prozent“ gekürzt. „Bei individuellen Härten kann natürlich das Gespräch mit uns gesucht werden“, betont Mukherjee. Diese „vorsorgende Maßnahme“ bringt aber gerademal 500.000 Euro Einsparung ein. Zudem bestehe mit den Dekanaten Einvernehmen darüber, dass Ausgaben für Personalmittel „besonnen“ verplant werden, dass die „Bindung der Personalmittel Stück für Stück reduziert wird“. Bereits diese Maßnahmen „sind eine Einschränkung des Betriebs“, sagt der Unipräsident. Zudem werde das Präsidium keine Entscheidung über die Freigabe von vakanten Professuren geben bis das Wissenschaftsministerium die konkreten Zahlen vorlegt.

Laut Wissenschaftsministerium erhalten Hessens Hochschulen 34 Millionen Euro weniger pro Jahr. Auch der Justus-Liebig-Universität stehen damit schmerzhafte Einschnitte bevor. Symbolbild: ArchivVergrößern

Diesen Artikel ...

Lesezeichen anlegen bei ...

  • Favoriten
  • Mr. Wong
  • Del.icio.us
  • Linkarena
  • Digg
  • Webnews
  • Alltagz
  • Google
  • Yahoo

Bitte loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu diesem Artikel zu verfassen. Bitte registrieren Sie sich, wir wollen nach Möglichkeit keine anonymen Kommentare veröffentlichen. Die Redaktion sichtet jeden Kommentar und entscheidet, ob der Leserkommentar freigeschaltet wird. Beleidigungen, nicht nachprüfbare Behauptungen, erkennbare Unwahrheiten und/oder rassistische Andeutungen führen dazu, dass der Kommentar in jedem Fall nicht freigeschaltet wird - hier kostenlos registrieren.

... oder benutzen Sie unseren Anonym-Zugang: E-Mail-Adresse: anonym. Kennwort: anonym

Die Kommentare sind Meinungen der Verfasser.





Veranstaltungen

Kino

 

Tagesgeld-Vergleich
1 Ikano Bank
2,22 %
2 Bank of Scotland
2,20 %
3 VolkswagenBank direkt
2,00 %
4 ING-Diba
2,00 %
5 Autobank
1,77 %
Laufzeit:3 Monate; Betrag 10.000 EURO
Festgeld-Vergleich
1 Autobank
2,07 %
2 Oyak Anker Bank
2,00 %
3 Ziraat-Bank
2,00 %
4 Sparda-Bank Hamburg
2,00 %
5 BKM Bausparkasse Mainz
1,76 %
Laufzeit:12 Monate; Betrag 10.000 EURO
Ratenkredit-Vergleich
1 PSD Bank Hannover
4,91 %
2 Ikano Bank
4,99 %
3 PSD Berlin-Brandenburg
5,11 %
4 Sparda-Bank West
5,11 %
5 Onlinekredit.de
5,40 %
Laufzeit:36 Monate; Betrag 10.000 EURO
Baugeld-Vergleich
1 SKG Bank
2,84 %
2 Europa
2,86 %
3 Hypovereinsbank
2,90 %
4 Cosmos direkt
2,92 %
5 Deutsche Bank
2,94 %
Laufzeit:10 Jahre; Betrag 100.000 EURO

Wetter

Mehr Wetter

Abstimmung

Weiter Streit um Ausbau der Adenauer-Brücke: Finden Sie die große, vierspurige Lösung am vernünftigsten?




Videos

Specials

Zeitungstreff

Logo zum Special "Zeitungstreff"

E-Paper

Ausgabe vom Donnerstag, 02.09.2010

Weitere Sonderthemen


Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.811913013458 Sekunden