Georg Büchner hat es in Gießen nicht gefallen. Das ist längst kein Geheimnis mehr. Denn sein Verdikt der „hohlen Mittelmäßigkeit“ wird nur allzu gern zitiert. Folglich würde es dem Literaten wohl nur wenig behagen, als „Gießener“ bezeichnet zu werden. Bei Frank-Walter Steinmeier ist es da schon etwas einfacher. „Ohne die Möglichkeiten und die Begegnungen in Gießen wäre ich nicht der, der ich bin“, versichert der einstige Bundesaußenminister und jetzige SDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag.