In der Fremde an die Heimat erinnert
21.07.2010 - GRÜNBERG
Deutsche und polnische Jugendliche trafen sich in Grünberger Partnerstadt - Abwechslungsreiches Programm
(dos). Elf deutsche und 18 polnische Jugendliche verbrachten eine Woche gemeinsam in Grünbergs Partnerstadt Mragowo. Während dieser Zeit erfuhren sie viel über die Schule und den Übergang in das Berufsleben im jeweils anderen Land. Die deutschen Jugendlichen waren alle Schüler der Theo-Koch-Schule, die zuvor gemeinsam die SchuB Klasse besucht haben. Die Idee, gemeinsam nach Polen zu reisen, entstand Ende letzten Jahres.
So wurde überlegt, wie das als Gruppe machbar ist. Der Arbeitskreis Städtepartnerschaft in Grünberg entwickelte zusammen mit den Jugendlichen und dem Arbeitskreis in Mragowo ein Programm.
Es beinhaltete gemeinsames Kochen, das Besichtigen von Betrieben, Gruppenarbeit, die Teilnahme an einer Tanztheaterveranstaltung, Grillen und vieles mehr. In dem Dorf Krutyn in der Nähe von Mragowo, haben die Jugendlichen nach dem Staken auf dem Fluss eine interessante Entdeckung gemacht: Eine in der Ortsmitte aufgestellte Denktafel, mit der Aufschrift Karol Mallek, erinnerte sie an zu Hause. Denn Karol Mallek war der Urgroßvater ihrer ehemaligen Deutschlehrerin Edith Mallek.
In der Freizeit lernten die Jugendlichen Mragowo auf ihre eigene Art kennen. Sie gingen zusammen angeln, schoppen und schwimmen. Sie haben in Polen neue Freundschaften geknüpft, die auch nach der Rückkehr dank Facebook, Wer-Kennt-Wen und ähnlicher sozialer Netzwerke weiter Bestand haben.
Nicht nur durch das Engagement der Arbeitskreise, sondern auch der beiden Begleiter aus Deutschland, Corinna Gans und Ulrich Daniel, so wie durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes wurde es den Jugendlichen ermöglicht, einmal weit über den eigenen Tellerrand zu blicken. Eine Erfahrung, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.