Osterhase kann kranken Weihnachtsmann nicht vertreten
23.12.2011 - HEUCHELHEIM/BIEBERTAL
Klasse M 5/6 der Georg-Kerschensteiner-Schule führt selbst geschriebenes Theaterstück auf - Fest wird dank engagierter Familie noch gerettet
(mo). Die Klasse M 5/6 der Georg-Kerschensteiner-Schule in Biebertal hat mit ihrer Klassenlehrerin Maren Kolkhorst ein Theaterstück geschrieben und ihm den Namen „Alarm in der Weihnachtsstraße 24“ gegeben. Alle machten sich kreativ ans Werk. Bei der Aufführung des Weihnachtsspiels in der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim, bei der sie von Schulsozialarbeiter Lothar Schreyeck unterstützt wurden, kamen sie ohne großartige Requisiten aus.
Nach den Herbstferien wurde begonnen und ein Titel für das Stück gesucht. Gemeinsam wurde erarbeitet, welche Inhalte das Theaterstück prägen und welche Mitspieler für vorgegebene Rollen eingesetzt werden könnten. Im Stück geht es darum, dass der Weihnachtsmann kurz vor Weihnachten an einer schweren Grippe erkrankt und die Frage im Raum steht: Muss Weihnachten jetzt ausfallen? Denn ein kranker Weihnachtsmann kann ja unmöglich bei Wind und Wetter unterwegs sein, um Geschenke zu verteilen. Verzweifelt sucht der Weihnachtsmann (dargestellt von Beran Coskun), der sich dabei mit seiner Frau (Chantal Hofmann) berät, nach Ersatz. Der Osterhase sagt ab, denn er steckt schon tief in den Vorbereitungen für Ostern, auch sonst tut sich keine Tür auf. Rings um den Weihnachtsmann herrscht Resignation. Doch da gibt es eine typische Familie, die das Chaos nicht mehr ertragen kann und beschließt, zu helfen. Auf Schlitten, von Rentier Rudolf gezogen, trifft die Familie in der Weihnachtsstraße 24 beim kranken Weihnachtsmann ein und bietet ihre Hilfe an. Frau Weihnachtsmann verzaubert die Familie, die danach mit großem Einsatz das Verteilen der Geschenke übernimmt. Weihnachten ist gerettet.
Die vielen jungen Zuschauer aus der Vorklasse und den ersten und zweiten Schuljahren klatschten begeistert Beifall. „Sehr gut gemacht“, lobte auch Klassenlehrerin Carolin Schleenbecker, die an der Wilhelm-Leuschner-Schule für Theaterprojekte Verantwortung trägt und weiß, wie viel Arbeit und Vorbereitung bis zum Aufführen eines Theaterstücks zu leisten sind. Sie dankte den Schülern der Georg-Kerschensteiner-Schule mit den Regie führenden Maren Kolkhorst und Lothar Schreyeck und bezog den für die Technik verantwortlichen Justin Wagner mit ein. Die jungen Theaterspieler verteilten kleine Tüten mit Plätzchen an ihr Publikum. Vor dem Termin in Heuchelheim wurde das Stück auch schon vor Schülern der Kerschensteiner-Schule aufgeführt.
Neben Beran Coskun und Chantal Hofmann waren in weiteren Rollen Arzt Burak Firat, sein Assistent Artur Mauch, „Herr Osterhase“ Sven Reisz, „Frau Osterhase“ Jenny Kalies, Ansager Justin-Ray Dunkel, Vater Marvin Burgard, Mutter Lea Dörr, die Töchter Fidan Kilinc und Sanetta Batt, die Söhne Jan Eschler und Tobias Käs, „Freund Max“ Artur Mauch und „Rudolf, das Rentier“ Justin-Ray Dunkel als Schauspieler im Einsatz. Weil es so viel Spaß gemacht hat, besteht an der Georg-Kerschensteiner-Schule die Absicht, auch 2012 ein Theaterstück einzustudieren und aufzuführen.