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Gießener Anzeiger

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Landkreis 

Im Wortlaut: Abschiedsrede von Landrat Willi Marx

21.01.2010

Gießen/Buseck 20. Januar 2010

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
werte Gäste, Weggefährten, Freunde, Familie, Vertreter der Presse,

heute endet nicht nur meine 12-jährige Amtszeit als Landrat, insgesamt 24 Jahre hauptamtliche Kommunalpolitik im heimischen Raum, einschließlich der Zeit als Bürgermeister in Heuchelheim. Dieses ist mehr als die Hälfte meines 46 ½ jährigen Arbeitslebens, was nunmehr endet. Begegnungen und Erinnerungen sollen meine Schlussworte prägen mit deutlichen Worten des Dankes!

In den Begegnungen mit vielen Menschen, habe ich immer wieder dazu gelernt, sie geschätzt und geachtet, gemeinsam einiges angepackt, überwiegende Feststellung: positiv;
Enttäuschung auch erfahren, ja, das ist Leben!

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
man kommt ja nicht gleich als Bürgermeister oder gar Landrat auf die Welt. In der Regel hat man vorher einmal einen „anständigen“ Beruf erlernt und ausgeübt.

Die „1. Firma“, in der wir uns, lieber Gustav Gross in 1963 begegnet sind und in der wir beide gelernt haben, wie „man anderen Leuten das Geld abnimmt“, hieß Finanzamt, damals noch in der Goethestraße in Gießen. Ich musste vom Finanzamt Alsfeld zum Begleitunterricht in die Goethestraße. Herr Direktor Döring, auch heute noch kann ich versichern, dass diese Ausbildung eine sehr qualifizierte war, von der ich bisher immer wieder in meinen beruflichen Stationen zehren konnte. Vielen Dank für die Begegnungen!

1977 in der Stadtverwaltung Dreieich – es war damals die Hessentagsstadt, im 1. Jahr der Gebietsreform – bist Du, lieber Walter Haller, meinem Amt zugeordnet worden. Als junges Team haben wir damals – stürmisch und kämpferisch – mitarbeiten und miterfahren dürfen, wie 5 ehemals selbständige Städte und Gemeinden, mit sehr unterschiedlicher Struktur, zur größten kreisangehörigen Stadt im Kreis Offenbach politisch und verwaltungsmäßig zusammengeführt wurden. Auch in dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt. In dieser Zeit hatte ich bereits Interesse an ehrenamtlicher Politik gefunden, als Kreistagsabgeordneter im Kreis Offenbach und im Umlandverband Frankfurt/M.. Wir begegneten uns wieder, dann hier im Landkreis, Du als Bürgermeister in Langgöns, ich in Heuchelheim. Schön, dass Du heute Abend gekommen bist.

Herzlichen Dank sage ich heute nochmals den SozialdemokratInnen in Heuchelheim, die mir, gemeinsam mit den GRÜNEN 1985 das Vertrauen gaben und mich zum Bürgermeister wählten (...der erste „Fremde“ von auswärts in der Geschichte in Heuchelheim) stellvertretend begrüße ich heute Abend Hartmut Schmidt und Peter Rummer. Vielen Dank, dass Ihr Euch Zeit genommen habt.

Den Wählerinnen und Wählern, die mir wiederholt ihr Vertrauen mit deutlichen Ergebnissen ausgesprochen haben, sage ich auch genau an dieser Stelle Dank.

Mit der Einführung der Direktwahl für Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte ging ich als 1. Kandidat der SPD um das Amt des Landrats in den Wahlkampf / an den Start.

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