„Projekt ist Sahnehäubchen der Stiftung Arnsburg“
09.07.2010 - KREIS GIESSEN
Bilder schmücken die Flure der Kreisverwaltung
(cr). Zu einer Premiere im Haus A der Kreisverwaltung begrüßte gestern die Kreisbeigeordnete und Kulturdezernentin Andrea Kaup. Dort schmückt aktuell eine Fotoausstellung die Flure des zweiten Obergeschosses. Die Wanderausstellung „34° South - 50° North - Connecting Continents“ dokumentiert die fotografische Recherche junger Menschen aus Lich und Port Elizabeth (Südafrika), die von Oktober bis Ende Dezember des vergangenen Jahres ihre Lebenswelt mit einer Digitalkamera festhielten. Die Arbeiten wurden von Hans Happel, dem stellvertretenden Leiter des Jugendamtes, initiiert und entstanden in Zusammenarbeit mit der evangelischen Stiftung Arnsburg und der Masifunde-Bildungsförderung.
„Das Projekt ist unser Sahnehäubchen und geht weit über die Licher Grenzen hinaus“, sagte Christiane Solms bei der Vernissage. Entstanden sind dabei Fotos zu den Themen Fußball, Freunde, Familie und Berufswünsche. „Das Projekt verbindet Kinder auf verschiedenen Kontinenten“, meinte Kaup. Seit einigen Jahren initiiert die Stiftung interkulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Durch die ungewöhnlichen Einblicke in fremde und ungewohnte Kulturen werden Toleranz gegenüber anderen Kulturen und der Abbau von Angst gegenüber Fremden gefördert. „Es bietet zudem die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen“, erklärte Reiner Philipp vom Vorstand der Stiftung. Die zehnjährige Kerstin, Teilnehmerin des Projektes, hat es überrascht, dass die Jugendlichen in Südafrika ein ähnliches Leben führen wie sie selber in Deutschland.
Neben den interkulturellen Erfahrungen lernen die jugendlichen Teilnehmer durch solche Aktionen auch den Umgang mit Kommunikationsmedien wie Internet, Chat, Skype-Telefonie oder E-Mail. Zusätzlich verbessern die Jugendlichen ihre Englischkenntnisse. „Es ist wichtig, dass die Kinder somit Perspektiven entwickeln können“, konstatierte Projektkoordinator Alexander Mühlberg.