Ab Dienstag sanierte Seite der B 49 befahrbar - Ampelschaltung nachjustiert
31.07.2010 - KREIS GIESSEN
(tk). Die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 49 (B 49) schreiten voran. Aktuell wird die Deckschicht in dem Abschnitt Kreisstraße 22 (K 22) (Udersbergstraße), der Zufahrt nach Oppenrod (K154) und Großen-Buseck abgefräst. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 135 Millionen Euro. Autofahrer, die von Reiskirchen Richtung Gießen beziehungsweise in der umgekehrten Richtung die Bundesstraße befahren wollen, müssen sich weiterhin auf Verkehrsbehinderungen, besonders während der Stoßzeiten im Berufsverkehr gefasst machen. Bis Ende September wird die Straße nur noch halbseitig befahrbar sein. Die Sanierung erfolgt in zwei Bautakten, die jeweils für eine Fahrtrichtung gelten.
Ab nächster Woche Dienstag wird die aktuell sanierte Fahrspur befahrbar sein. Um ein Abbiegen nach Oppenrod von Reiskirchen kommend zu ermöglichen, wurde eine Ampelschaltung zwischen den Abzweigungen Oppenrod und Buseck eingerichtet, die wegen ihrer kurzen Grünphasen in der Vergangenheit für Unmut bei den Autofahrern sorgte. Die Ampelschaltung wurde inzwischen nachjustiert und ermöglicht nun einen reibungslosen Verkehrsfluss, berichtete der Projektleiter des Amtes für Straßen und Verkehrswesen Schotten (ASV), Günter Herles, auf Anfrage. Verkehrsteilnehmer aus dem Gewerbegebiet Annerod können beim Verlassen nur Richtung Ganseburg abfahren. Die Einfahrt aus Richtung Gießen kommend erfolgt wie bisher. Aus Richtung Reiskirchen kommend wird der Verkehr über die Ortsumgehung Großen-Buseck umgeleitet. Am Kreisel an der Kreuzung Richtung Buseck und Beuern führt die Umleitung weiter durch Großen-Buseck und Rödgen. Speziell in Rödgen ist die Durchfahrt sehr eng. Beschwerden der Anwohner gab es bisher aber noch nicht. „Das Verkehrsaufkommen ist momentan ferienbedingt nicht so stark“, so Herles. Die Baumaßnahme wurde extra in die schulfreie Zeit gelegt.
Die Erneuerung der Binder- und Deckschicht auf der B 49 war notwendig geworden, da Risse, Aufwerfungen und Spurrillen den Fahrbahnbelag beschädigt hatten. Hinzu kamen Frostschäden. Am Abzweig Rödgen/Undersbergstraße ist der Fahrbahnbelag zudem 20 Jahre alt. Durch die Bildung von Spurrillen bestand dort Aquaplaning-Gefahr.
Um die Zufahrt zur Baumschule sowie der Tankstelle und dem Restaurant an der Ganseburg zu ermöglichen, hat die Gemeinde Buseck bis zum 31. August den Mollbornsweg für den Autoverkehr geöffnet. Hier gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Der Busecker Bürgermeister Erhard Reinl zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Arbeiten. Auch der Busverkehr ist von den Sanierungen betroffen. Bis zum 31. August muss der Nahverkehr umgeleitet werden. Die Linien 600, 110 und 143 sowie SEV 35 können nur in Richtung Reiskirchen auf der B49 verkehren. Die Buslinie 600 kann zudem in Annerod, in Fahrtrichtung Gießen, die Haltestellen „Gewerbegebiet und Ganseburg“ nicht anfahren. Die Busse der Linie 110 und SEV 35 fahren in Richtung Gießen ausschließlich über Großen-Buseck und Rödgen.