Adolf-Reichwein-Schulgemeinde musiziert
16.12.2011 - WATZENBORN-STEINBERG
Über 200 Mitwirkende kommten in die voll besetzte Christuskirche zum Weihnachtskonzert - Kissel: Schön, dass ihr für uns Musik macht
(mbe). Begeisterung pur gab es in der vollbesetzten Christuskirche (der Anzeiger berichtete): Die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) hatte mit der kooperierenden Musikschule „Music Camp“ zum großen Weihnachtskonzert eingeladen. Weit über 200 Akteure, Schüler, Eltern und Lehrer, boten mit adventlichen und weihnachtlichen Liedern und Musikstücken fast zwei Stunden lang Einblicke in ihre musikalische Ausbildung und demonstrieren gleichzeitig, dass das gemeinsame Musizieren die Schulgemeinde stärkt. Nicht umsonst ist die ARS eine Schule mit dem Schwerpunkt Musik.
Pfarrer Alexander Klein begrüßte die Gäste in der Christuskirche. Advent bedeute, besinnlich zu sein. Das sei angesichts der Hektik rundum gar nicht so leicht, sagte Klein. Deshalb biete das Adventskonzert eine hervorragende Möglichkeit, sich darauf einzulassen: „Weihnachten wird gefeiert, um sich auf Jesus Christus einzulassen“, sagte Klein weiter. Die Vorträge stimmten auf Advent ein und würden die Möglichkeit bieten, zur Ruhe zu kommen. Er wünschte allen einen schönen Abend und hieß die Schule und Schulleiter Kissel herzlich in der Christuskirche willkommen.
ARS-Schulleiter Norbert Kissel begrüßte herzlich die „Schulgemeinde“ in der Christuskirche. „Schön, dass es so viele Eltern und Angehörige gibt, die das würdigen, was die Schüler mit den Musiklehrerinnen und -lehrern und der Musikschule ,Music Camp‘ leisten. Schön, dass ihr für uns Musik macht“, sagte Kissel und stellte dann die Mitwirkenden vor. Der Eltern-Lehrer-Chor als Projektchor wage sich sogar erstmals mit „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ an ein Werk von Johann Sebastian Bach, sagte Kissel zum später viel beklatschten Vortrag. Alle Werke hatte dieser Chor in den letzten drei Wochen speziell für das Adventskonzert einstudiert. Musik stifte Gemeinschaft, deswegen werde auch im Rahmen des Indienprojektes für die Patenkinder in Indien gesammelt. In diesem Jahr gehe es um die Anschaffung warmer Decken, damit die „Waisenkinder in Indien nicht frieren müssen, wenn sie auf dem Boden schlafen“, sagte Kissel. 630 Euro an Spenden kamen zusammen.
Mit „Gelobet seist du Jesu Christ“ eröffnete Christel Staasmeyer an der Kirchenorgel das Programm des ARS-Ad-ventkonzertes. Das Streichorchester unter der Leitung von Margarete Mrokon folgte unter anderem dem „Andante grazioso“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Abschließend spielten Streichorchester und Concert-Band der Klassen 6 gemeinsam unter der Leitung von Kattrin Becker den Klassiker „Jingle Bells“. Danach trat noch einmal die Concert-Band der Klasse 6 (Leitung Kattrin Becker) alleine auf. Der Chor der Klasse 5 unter der Leitung der neuen Lehrkraft Gitty Feriduni freute sich hörbar auf Weihnachten. Mit Kerzen waren die Schüler in die verdunkelte Kirche gekommen. Unter der Leitung von Kattrin Becker hatte sich dann die Concert-Band der Klasse 5 bereit gemacht und stimmte unter anderem mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ auf das bevorstehende Fest ein.
ARS-Schulleiter Norbert Kissel stellte dann den „Singing-Coffee-Circle“ in den Mittelpunkt. Der faszinierte mit „Kommet ihr Hirten“ und „Gloria“. Bei dieser fantastischen Truppe handelt es sich um singbegeisterte Schüler ab der Jahrgangsstufe 8, die sich den ungewöhnlichen Namen gaben. Danach folgte das Musikensemble unter der Leitung von Christel Staasmeyer. Sehr gut präsentierte sich schließlich auch der engagierte Eltern-Lehrer-Chor, den Norbert Kissel immer wieder zu gesanglichen Höchstleistungen motiviert. „Es ist ein Ros entsprungen“ (M. Praetorius) gehörte da zum Beispiel zum reichhaltigen Repertoire. Emilia und Lucia Hermann folgten mit einem weihnachtlichen Potpourri, ehe der Chor der Klassen 6 und 7 unter der Leitung von Norbert Kissel unter anderem vom „Stern über Bethlehem“ und „Lobe den Herrn meine Seele“ (Norbert Kissel) sang. Monika Kissel stellte sich anschließend mit dem Querflötenensemble mit Luisa Kessler, Karin Zipse und Michelle Nöh und mit „Drei Weihnachtsgesänge“ (László Zempléni) vor. Gewaltig stimmten zum großen Finale alle Chöre gemeinsam das Schullied der ARS an, das ARS-Schulleiter Kissel bekanntlich nach dem Text von Adolf-Reichwein, dem Namensgeber der Schule, vertont hat. Und, wie hätte es nach so einem gelungenen und begeisternden Abend anders sein können, sangen alle Chöre beziehungsreich „O Happy Day“. Nach Gebet und Segen durch Pfarrer Klein stimmten alle Anwesenden in der Kirche „O du fröhliche“ an.