Mit Osteraktions-Transport sollen Kinder überrascht werden - Rumänienhilfe zieht Bilanz
(ag). Die Pohlheimer Rumänienhilfe resümierte während ihrer Hauptversammlung das vergangene Jahr. Vorsitzender Friedhelm Rüb berichtete über die Arbeit des 99 Mitglieder starken Hilfsvereins. Auch in Zeiten der EU-Mitgliedschaft der Rumänen fließe kaum Geld zu den Menschen nach Osteuropa. Daher sei der Verein keineswegs unnötig. Vier Lieferungen mit Lastern seien im vergangenen Jahr durchgeführt worden.
Zusätzlich hätten die Vereinsmitglieder drei Transporte mit dem vereinseigenen Bus durchgeführt. Damit habe sich, so Rüb, die Gesamtmasse der Hilfsgüter seit 1991 auf 6000 Tonnen erhöht. Rüb dankte in seinen Ausführungen dem Präsidenten des Hilfsvereins Marga in Tirnaveni, Sorin Ignat. Er leitet den Verein, der vier Krankenschwestern und einen Pfleger beschäftige. Im Jahr 2003 gegründet, kümmere sich der rumänische Ableger des deutschen Vereins um 90 Pflegebedürftige in ihren eigenen vier Wänden. Auch im Jahr 2009 habe der Schwerpunkt der Hilfe auf der medizinischen Versorgung der Menschen in den Krankenhäusern in Tirnaveni und Bistriz gelegen. Allein das städtische Krankenhaus Tirnavenis sei für 40000 Menschen zuständig. Von Seiten der Regierung käme nur eine geringe oder zeitweise keine Hilfe im Krankenhaus an. Vor allem Kinder seien in ganz Rumänien die Leittragenden der Situation.
Rüb stellte die Arbeit einiger Projekte dar. So sorge die Suppenküche für 50 bis 80 Personen in Tirnaveni. Die schulzahnärztliche Betreuung für 6000 Kinder werde durch Materiallieferungen ermöglicht. Ebenso konnte man die Armenapotheke in Bistriz mit Medikamentenlieferungen unterstützen. Trotz Spendenrückgang habe man beschlossen, die Projekte weiterhin zu unterstützen.
Kassenwartin Cornelia Wagner bezifferte die Ausgaben auf 48985 Euro. Davon seien nur 0,6 Prozent auf Bürokosten entfallen. Nach Abzug von kleinen Positionen, wie Werbemaßnahmen oder Internetgebühren komme dieser Betrag direkt bei den Hilfsbedürftigen an. Rüb wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Mitglieder, die mit dem vereinseigenen Bus nach Rumänien führen, ihre Reisekosten selbst übernähmen. Bei den Transporten habe man einen Transporteur beauftragt, der für 800 Euro die Fracht übernähme, um nicht leer zurückzufahren.
Kassenwartin Cornelia Wagner bat die Mitglieder mit Konten bei der fusionierten Volksbank darum, die neue Kontonummer rechtzeitig mitzuteilen, damit beim Abbuchen keine unnötigen Kosten entstünden. Die Kassenprüfer Werner Schöps und Horst Rumpf bescheinigten der Kassiererin eine einwandfreie Buchführung.
Den vom Vorstand vorgeschlagenen Haushaltsplan für das Jahr 2010 genehmigten die Mitglieder. Er sieht unter anderem 3000 Euro für die Stiftung Marga, 15000 Euro für Medikamente, 3000 Euro für Schulspeisung und Suppenküche vor. Der Vorstand geht davon aus, etwa 40000 Euro Spenden zu erhalten. Hinzu kämen etwa 2000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen.
Mitte März fahre ein Osteraktions-Transport nach Rumänien. Hier bittet die Rumänienhilfe um Päckchen mit Stiften und Süßigkeiten für Schulkinder. Die Päckchen sollten von außen mit dem ungefähren Alter und dem Geschlecht des zu beschenkenden Kindes gekennzeichnet werden.
Am 9. Mai findet in der Klosterwaldhalle in Dorf-Güll ein Gospelgottesdienst zugunsten der Rumänienhilfe statt.