16 weitere Stolpersteine
01.10.2012 - STAUFENBERG
Damit wird in Staufenberg an Schicksal von Juden erinnert
(dge). Am Freitag, 5. Oktober, ab 16.30 Uhr wird der Künstler Gunter Demnig 16 weitere Stolpersteine in Mainzlar, Treis und Daubringen verlegen. Beginnen wird er in Mainzlar vor dem Haus Daubringer Straße 13. Die europaweite Gedenk- und Kunstaktion „Stolpersteine“ erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. In Mainzlar geht es um die Familien Rosenthal und Karbe. Die Witwe Lina Rosenthal wohnte bis zu ihrer Deportation im September 1942 mit ihren Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln in dem Haus Bahnhofstraße 13. Das Haus wurde inzwischen abgerissen, die Straße heißt heute Daubringer Straße. Erinnert wird dort unter anderem an die sechsjährige Renate, die zweieinhalbjährige Reha und die einjährige Zilla Karbe. Sie wurden gemeinsam mit ihrer Familie deportiert. Alle Familienmitglieder wurden wahrscheinlich im Vernichtungslager Treblinka ermordet. In Treis wird in der Hauptstraße an Löb Wetzstein, Moses und Rosa Hammerschlag und die Witwe Rosi Wolff sowie ihre Kinder Liesel und Bernd erinnert. In Daubringen wird vor dem Haus Friedhofstraße 1 ein Gedenkstein für den Lehrer Dr. Ludwig Balser, der im Widerstand zu dem nationalsozialistischen Regime stand, gesetzt werden. Der Arbeitskreis Stolperstein sagte allen Danke, die durch eine Patenschaft die Verlegung der Stolpersteine ermöglicht haben. Eine Infobroschüre ist ab 8. Oktober für fünf Euro im Rathaus erhältlich.