Trauerschnäpper sehr schwach vertreten
26.05.2010 - KROFDORF-GLEIBERG
Krofdorf-Gleiberger Nabu-Mitglieder kontrollieren Nistkäs ten
(tim). Zur Abschlussbesprechung trafen sich die „Nistkasten-Kontrolleure“ des Nabu Krofdorf-Gleiberg an der Vereinshütte. Über 500 Nistkästen in Wald und Feld befinden sich in der Obhut des Naturschutzvereins. Das traditionsreichste Nistkasten-Revier ist der Launsbacher Wald, denn hier wurde 1959 der Grundstein für den Krofdorf-Gleiberger Vogelschutz gelegt.
Festzustellen war, dass die Belegung der Kästen durchweg gut ist. Auch der im vergangenen Jahr begonnene Versuch mit einer Neuauflage des „Wettenberger Nistkastens“ zeigt nun Wirkung. Waren die Kästen, die den Vögeln wenig vertraut waren, im Vorjahr noch kaum belegt, findet sich nun in nahezu allen „Wettenbergern“ ein Vogelnest. „Erfreulich ist, dass diese Kästen nach bisherigen Erkenntnissen besseren Schutz vor Nesträubern bieten“, sagte Vorsitzender Professor Hans-Richard Wegener.
Die Häufigkeit der Meisen, Kleiber und Feldsperlinge in den Nistkästen sei im Rahmen des Üblichen. Einzig der Trauerschnäpper sei sehr schwach vertreten. Allerdings seien zahlreiche Nester wieder verlassen worden. Die Naturschützer führen das auf die kühle und feuchte Witterung zurück. Beobachtungen, wonach den Winter über verschmähtes Fettfutter plötzlich von Meisen und anderen Arten angenommen wurde, bestätigen die Einschätzung, dass es zumindest den insektenfressenden Vögeln an Nahrung fehlt.
Dass sich die Mäusebestände nach zwei schwachen Jahren wieder zu erholen scheinen, spürten die Vogelschützer auch bei der Nisthöhlenkontrolle. Bereits jetzt waren zahlreiche Nistkästen von Gelbhalsmäusen und anderen belegt. Siebenschläfer wurden noch nicht angetroffen, diese treten meist erst bei der zweiten Kontrolle im Sommer auf. Besonders stark sind diese Kleinsäuger im Launsbacher Wald vertreten, wo sie im Jahr 1999 erstmals festgestellt wurden.