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Kultur 

Männer als Opfer schlagender Ehefrauen

26.10.2009 - GIESSEN

Feierabend und Möhring lüften Schleier um Tabuthema

(kjf). "Gewalt in Beziehungen ist auch dann keine Lösung, wenn beide Partner schlagen", sagte einem Problem, das in der Öffentlich kaum wahrgenommen wird, für die Betroffenen aber tragisch ist.

Bei dem Begriff häusliche Gewalt denke jeder zunächst an schlagende Männer, so Möhring. Dass es auch eine große Zahl von Gewalttätigkeiten gebe, die von Frauen an ihren Männern ausgeübt werden, habe ihn selbst überrascht.

"Als ich das erste Mal den Auftrag bekam, eine gewalttätige Frau zu begutachten, habe ich gedacht, dies sei eine Ausnahme, und hatte mir außerdem vorgestellt, die Frau wäre groß und kräftig, der Mann klein und zierlich", so Möhring. Es war ganz anders, berichtete der Psychoanalytiker. Die Frau sei eine kleine, zierliche Person gewesen, der Mann dagegen ein Riese.

Mit einem besonders gravierenden Fall von Gewalt gegen den Ehemann wartete Silke Feierabend auf. Als das vierzigjährige Opfer mit seinem von Narben übersäten Körper zur Polizei gekommen sei, habe er eine mehrjährige Tortur hinter sich gehabt, berichtete die Oberkommissarin. Nach Ohrfeigen habe es zunächst Schläge mit dem Gürtel gegeben. Bald schon sei der 26-jährigen Ehefrau das Schlagen nicht mehr genug gewesen und sie habe begonnen, den Mann kalt abzuduschen, ihn gezwungen, ihren Urin zu trinken und schließlich seine Körperhaare mit einer Kerzenflamme abzubrennen.

Der Höhepunkt sei die Verbrennung des Mannes mit einer Heißkleberpistole gewesen. Dabei habe die Frau, die inzwischen eine mehrjährige Gefängnisstrafe verbüßt habe, auf Oberschenkel, Unterarme und Rücken des Mannes ganze Sätze geschrieben. Nachdem der Mann auf Anraten eines Arbeitskollegen Anzeige erstattet habe, sei es zunächst zu einer Gegenanzeige gekommen. Allerdings haben die Zeugen aus dem Wohnhaus und die Narben auf der Haut des Opfers einen eindeutigen Urteilsspruch ermöglicht.

Mit Ausschnitten aus einem Spielfilm, der sich des Themas annimmt, ging es nach der Pause weiter und am Ende der bedrückenden Ausführungen konnten die Besucher noch Fragen an die Vortragenden richten.

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26.10.2009 Michael Schreiber, dieser Kommentator ist bei uns registriert.

Häusliche Gewalt ist NICHT männlich

Danke daß Sie mit diesem Artikel auf dieses Thema aufmerksam machen. Es ist seit Jahrzehnten bekannt, daß häusliche Gewalt genauso häufig und genauso schwer von Frauen gegen männer angewandt wird, mehr als 200 Studien belegen das :

http://www.wikimannia.org/index.php?title=H%C3%A4usliche_Gewalt

Leider wird das von Frauenverbänden und Gleichstellungsbeauftragten systematisch verschwiegen. Das ist schade, denn die ebenso einseitige wie unwahre Darstellung dieses Themas in der Öffentlichkeit verhindert, daß männlichen Opfern geholfen werden kann, und sie belastet das Verhältnis der Geschlechter untereinander.




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