Traumsterntheater zu Gast im ausverkauften Stadttheater mit Erfolgsstück „Simba, König der Löwen“
02.07.2010 - GIESSEN
(uhg). Afrikanische Märchen handeln in diesen Sommertagen meist vom Fußball. Doch es gibt noch ein anderes Märchen aus diesem heißen Kontinent, das auf eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen verweisen kann: das Musical „Simba, König der Löwen“.
In der Inszenierung des Traumstern- theaters aus Lich erobert die Region. Am Mittwochabend durften die Kinder und jungen Erwachsenen auf der Bühne des Stadttheaters ihr hoch emotionales Stück präsentieren.
„Spieler mit Energie und Leidenschaft“: Diese Eigenschaften werden normalerweise der deutschen Nationalelf zugesprochen. In seiner Begrüßungsansprache im Stadttheater meinte Peter Damm aber das junge Theaterensemble: Vor genau einem Jahr habe die Premiere von „Simba“ stattgefunden, damals hätte keiner an diesen riesigen Erfolg geglaubt. In der mittlerweile 24. Aufführung waren 50 Musiker und Sänger aus Lich angereist, hinzu kamen noch einmal 30 Bühnen- und Kostümbildern sowie Techniker. Für ihre hochmusikalische und überraschungsreiche Aufführung wurden die Jugendlichen mit Standing Ovations im schon lange ausverkauftem Haus gefeiert.
Die anrührende Geschichte war den meisten Zuschauern bekannt. Einer der anwesenden Väter ist sogar schon zum 23. Mal dabei. Und die kleine Schwester eines Mitspielers hat immer noch Angst: vor dem bösen Skar und den kreischenden Hyänen. Sie bangt auch um den kleinen Löwen. Dem Zauber der Aufführung konnte sich keiner entziehen: Unter musikalischer Leitung von Patrick Dörhöfer gelang es den jungen Sängern und Musi- kern, die weltbekannten Songs von Elton John und Tim Rice gefühlvoll und mit viel Rhythmus zum Klang von Bongos und Schülerband vorzutragen. Die Solisten glänzten, die Einsätze funktionierten reibungslos. Fantasievolle Kostüme für die vielen Tiere und Pflanzen komplettierten das märchenhafte Ambiente. Und eine hatte tatsächlich Premiere: Die Giraffe mit ihren staksigen Beinen dufte auf der Bühne des Stadttheaters zum ersten Mal auftreten.
Doch nun ist Schluss! Auch wenn die Jugendlichen immer noch „spielwütig“ sind, wie es die Leiter Daniel Komma und Sebastian Hartings beobachtet haben: Am Sonntag fällt nach der 25. Aufführung im Traumstern um 11 Uhr endgültig der Vorhang. Das nächste Projekt liegt schon in der Schublade: die Märchenoper „Peter Pan“ mit Musik von Konstantin Wecker.