Western-Autor ohne Pferd und Cowboystiefel
10.07.2010 - HACHBORN
Alfred Wallon hat bisher zwölf historische Western-Bücher und mehr als 150 Heft-Romane veröffentlicht
„Untergang am Little Big Horn“ lautet der Titel seines neuesten gemeinsam mit einem Schweizer Autor veröffentlichten Romans, der im Mai erschienen ist. Hauptfigur ist General Custer. „Viele glorifizieren ihn, weil er im Kampf gegen die Indianer gefallen ist“, sagt Wallon: „Ich sehe in ihm einen egoistischen, cholerisch veranlagten Menschen, der nur seinen eigenen Vorteil und seine eigene Karriere im Auge hatte.“ Im Juli erscheint der Bürgerkriegsroman „Quantrill“, in dem es um eine berüchtigte Partisanen-Gruppe geht.
Innerhalb der nächsten drei Jahre will Wallon nun doch in die USA reisen. Schließlich drängen ihn die Freunde aus dem renommierten amerikanischen Schriftsteller-Verband der „Western Writers of America“ schon lange. Dort ist er als einer von ganz wenigen Europäern aufgenommen worden. Zudem schreibt er inzwischen sogar auf Englisch - gemeinsam mit David Whitehead veröffentlichte Wallon die Co-Produktion „All guns blazing“ (Rauchende Colts).
Little Big Horn - „das ist nur ein Hügel, auf dem man sich den Wind um die Nase wehen lassen kann“ - will er nicht besuchen. Neben amerikanischen Western-Autoren interessieren Wallon die Schauplätze des Bürgerkriegs. Und den Rio Concho, ein Nebenfluss des Rio Grande, an dem seine Familien-Saga spielt, will er sich anschauen.
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