Samstag, 04. Februar 2012 08:00 Uhr
URL: http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kultur/7905374.htm

Gießener Anzeiger

Kultur 

Archaisches Musikvergnügen

21.11.2009 - GIESSEN

Folklore im Hörsaal: "Doppelbock" spielt mittelalterliche Musik in ungewöhnlichem Stil

(kjf). Es waren ungewöhnliche Klänge, die mit archaischer Kraft durch den Physik-Hörsaal zogen. Die Schweizer Folkloreband "Doppelbock" war, verstärkt durch die Sängerin Christine Lauterburg, in die Heimat der komplizierten Formeln gekommen und präsentierte modern arrangierte Musik aus dem Mittelalter.

Jeder der Musiker beherrscht eine Vielzahl von historischen und modernen Instrumenten. Da war zunächst die Sängerin Christine Lauterberg, die mit einer umwerfend kraftvollen Stimme in einem Dialekt sang, den wahrscheinlich keiner der Anwesenden auch nur annähernd verstand. Die Begeisterung war dennoch groß, denn diese Stimme schien keinerlei Begrenzung zu kennen. Dazu jodelte die Sängerin und spielte auch noch erstklassig Geige.

Die vier Bandmitglieder schufen mit ihren Instrumenten einen fröhlichen rahmen für die Show der Sängerin. Dide Marfurt, der Gründer der Formation, spielte die Busuki, die Tamburiza, die Helvetische Sackpfeife, die Drehleier und ein Instrument namens Bodhran. Dazu sang auch Marfurt überzeugend.

Jean-Pierre Dix beschränkte sich auf einen Kontrabass, war darauf aber so virtuos, dass er kein anderes Instrument brauchte. Simon Dettwiler spielte die hier eher unbekannte Schwyzerorgel, die aber doch sehr an ein Akkordeon erinnert, und Markus Maggiori trug mit Cajon, Congas, Kalimba, Djembe, Schalmei, Alt- und Tenorpommern, Tamburin, Renaissancetrommel, Brummtopf, Triangel, Kalimba, Shaker, Trümpi und Gong eine Vielzahl von Perkussionsinstrumenten zum Klangbild bei. Außerdem sang auch Maggiori Refrains und Hintergrundgesänge.

Die anrchaische Musik ließ alle Klischees von Volksmusik vergessen. Die teilweise über 500 Jahre alten Lieder kamen frisch und unverbraucht daher. "Doppelbock" scherte sich nicht um traditionelle Formen der Darbietung, sondern spielte gerade so, als seien die Lieder neu entstanden.

Man hätte der außergewöhnlichen Darbietung mehr Publikum gewünscht, als die 40 Besucher, die den Weg in den ungewöhnlichsten Gießener Konzertsaal gefunden hatten. Die Stimmung war aber auch im kleinen Kreis bestens.


BUNDESLIGA-TRAINER

Wetter

Mehr Wetter

Abstimmung

Stürzen Sie sich ins närrische Treiben?




Region

Sonderveröffentlichungen

Perspektive 2012

Perspektive 2012

Specials

  • Kruschel Anzeiger In unserem Online-Special finden Sie spannende Geschichten und Unterhaltung für Kinder, sowie Service Themen für Eltern.
  • Flughafen Frankfurt am Main Flughafenausbau Der Rhein Main Airport wächst - so wirkt sich das auf unsere Region aus

2 Wochen kostenlos Probelesen










Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.418491840363 Sekunden