Gießener Frühjahrsmesse eröffnet – „Anderes Gesicht“ – Keine Preiserhöhungen
29.03.2010 - GIESSEN
(kg). Nass wurden nicht nur die Mutigen, die am Samstag gleich um 14 Uhr die Fahrzeuge auf der Wildwasserbahn bestiegen, sondern auch die Gäste, die zur Eröffnung der Frühjahrsmesse kamen. Aus den dunklen Wolken über dem Messeplatz fiel teils kräftiger Regen. Trocken blieb es deshalb nur bei den drei erfolgreichen Schlägen von Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich beim spritzfreien Fassanstich. Die 52 Schausteller wollen bis 11. April zur Ringallee locken.
Der Fanfarenzug Hansa Gießen stimmte, wie bei den Messeeröffnungen üblich, mit einem musikalischen Randgang die Gäste auf das Geschehen ein. Punktgenau nach der Eröffnung des Volksfestes begann es zu regnen. Die überwiegend jugendlichen Besucher sausten über den Platz, um möglichst viel aus der ersten halben Stunde herauszuholen. In den ersten 30 Minuten waren alle Fahrgeschäfte kostenlos. Lange Schlangen bildeten sich auch vor dem „Verrückten Hotel“, wo Überraschungen auf die Gäste warten.
Andere Besucher reizte ein Blick aus dem 40 Meter hohen Riesenrad über die Stadt. Der Betreiber eines Autoscooters scheuchte einige Jugendliche aus den Rammvehikeln, die jede Minute der Gratisfahrt nutzen wollten, gerne auch mehrfach hintereinander. Es herrschte vor allem kurz vor 14.30 Uhr eine Last Minute-Stimmung.
Feuerwerk
„Die Gießener Messe bekommt ein anderes Gesicht“, kündigte Andreas Walldorf als Sprecher der Schausteller an. Sie habe sich bereits verändert. Das ist nicht nur an der Eingangspforte mit dem Willkommensgruß zu erkennen. Sie sei kundenfreundlich und die Aussteller zeigten, dass die Messe sicher sei. Dafür arbeite man mit den Ordnungsbehörden und der Polizei zusammen. „Es ist in den letzten Jahren nichts passiert, die Schausteller sind besorgt um ihre Gäste“, betonte er. Auch auf Kinder achteten die Geschäftsleute, die Eltern könnten sie ruhig alleine schicken, versicherte er.
Es gibt keine Preiserhöhungen, die Kosten seien stabil geblieben, lautete die Botschaft von Walldorf. Die Markthändler der Messe hätten ein Auge auf das soziale Gefüge, freute sich Bürgermeisterin Gerda Greilich.
Am Karfreitag legen die Schausteller eine Pause ein. Einer der Höhepunkte der Frühjahrsmesse wird am kommenden Samstag, 3. April, ab 21.45 Uhr zu sehen sein. Am Himmel über dem Gelände wird dann ein Feuerwerk abgebrannt. Die Messe öffnet täglich von 14 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag bis 23 Uhr. Donnerstags lockt der Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen. Auch der Volksfesttaler wird mit einem Gegenwert von einem Euro wieder eingelöst. 25 Taler kosten 20 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 20 Prozent.