„Park der Sinne“ lädt zum Verweilen ein
04.09.2010 - GIESSEN
Anlage im Pflege- und Förderzentrum St. Anna vorgestellt
(swu). Im Rahmen des Sommerfestes im Pflege- und Förderzentrum St. Anna in der Hermann-Levi-Straße 2 wurde eine ganz besondere Attraktion vorgestellt: „Der Park der Sinne“. Die Bewohner sowie Angehörige und Freunde erkundeten neugierig die Parkneugestaltung, die von Mitarbeitern und Förderern der Caritas-Einrichtung umgesetzt und finanziert wurde.
„Im Juli kam die Idee auf, die Spaziergänge durch den Park und um den Teich für die Bewohner und Besucher erlebnisreicher zu gestalten. Durch das Engagement vieler Spender und freiwilliger Helfer konnte der lauschige Park des Hauses um einige besondere Plätze erweitert werden“, erklärte Heimleiterin Lucia Bühler.
Ein üppig bepflanzter Weg ist nun der behindertengerechte, direkte Zugang zum Weiher mit hölzerner Aussichtsplattform. Das Gewässer zieren prachtvolle Seerosen und ein Springbrunnen. In den Bäumen erklingen Klangspiele in den Tongeschlechtern Dur und Moll. Infotafeln geben dem interessierten Besucher Auskunft über die verschiedenen Pflanzen des Parks.
Ein weiteres Highlight dieser Anlage stellt das Kräuterbeet dar, das auf einem Pflanztisch auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen ist. „Hier können die Besucher an verschiedenen köstlich duftenden Kräutern schnuppern und vielleicht auch mal ein wenig gießen oder Unkraut jäten“, so Bühler. Die zahlreichen Pavillons, ob mit Plane bezogen oder natürlich bewachsen, bieten erholsame Sitzgelegenheiten und laden zum gemütlichen Beisammensein ein. Doch im Mittelpunkt stehen die vielen Attraktionen im Park, die die Sinne anregen und kognitive Fähigkeiten der Bewohner fördern sollen.
Der Park bietet neben der Anregung aller Sinne vor allem eine gute Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. „Wahrnehmung hat sehr viel mit Kommunikation zu tun und bietet damit Chancen auf mehr Wachheit und Aufmerksamkeit“, betonte Bühler.
Das 1984 erbaute Pflege- und Förderzentrum St. Anna bietet vielfältige Angebote der Alten-, Kranken- und Behindertenhilfe. Neben einem Altenpflegeheim mit 63 Plätzen für stationäre Dauerpflege ist hier eine Therapie- und Langzeitpflegeeinrichtung der „NeuroPhase F“ untergebracht. Mit 37 Plätzen werden hier Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Erkrankungen behandelt. Eine zusätzliche Wohngruppe für geistig behinderte Menschen mit erhöhtem Hilfe- und Pflegebedarf macht das Angebot komplett.