Ehrenamtliche Helfer tauchen für Aktion "Saubere Lahn"
(kg). Wasser gab es vor allem von oben für die acht Taucher vom Grün-Weiß Gießen, die elf Mitglieder vom Ski- und Kanuclub Gießen (SKC) sowie die zahlreichen Helfer vom Anglerclub Gießen am Samstagmorgen, die im Rahmen der Aktion "Saubere Lahn" in und an der Lahn unterwegs waren, um sie zwischen den Bootsstegen in der Nähe der Sachsenhäuser Brücke bis zum SKC von Müll zu befreien.
Es regnete in Strömen, was auch die Bedingungen unter Wasser für die Taucher erschwerte. Die Sicht sei eingeschränkt gewesen, sagte der Leiter der Unterwassertruppe, Rainer Stoodt, nach dem Ende des eineinhalbstündigen Taucheinsatzes. Entsprechend weniger Müll förderten die Männer von der Tauchabteilung von Grün-Weiß mit Hilfe der Bootsbesatzungen an die beiden Ufer. Fahrräder, Autobatterien, ein Hocker, Metallteile, Dosen, große Äste und Sexspielzeug fanden sie dort, wo es nicht hingehört. Im vorderen Bereich an der Lahnbrücke werde mehr Unrat entsorgt, lautet die Erfahrung der Beteiligten aus vergangenen Lahnreinigungsaktionen. Brisanter erwies sich der Fund am anderen Ufer in Höhe des Bootshauses. Dort bargen die Taucher zwei Fässer, eines sogar noch mit Öl gefüllt.
Schwerpunkt der Aktion "Saubere Lahn" sei das Räumen im Rahmen der Gefahrenabwehr gewesen, sagte Lars Wolkewitz, Vorsitzender vom Anglerclub Gießen. Gesucht wurde in der Nähe der Bootsstege, damit die Wassersportler nicht durch im Wasser liegende Gegenstände behindert werden. Nach getaner Arbeit stärkten sich alle Beteiligten. "Nur ein warmer Kaffee fehlte", meinte Taucher Rainer Stoodt mit Blick auf das miese Wetter.