Aussteller des Mittelhessenstandes ziehen positives Resümee ihrer Teilnahme an internationaler Gewerbe-Immobilienmesse
MITTELHESSEN/MÜNCHEN (rsr). Der Einzelhandel hat auf der internationalen Gewerbe-Immobilienmesse Expo-Real in München stark an Bedeutung gewonnen. Dieses Resümee ziehen die Aussteller des Mittelhessenstandes, die insgesamt mit dem Verlauf der Messe zufrieden sind. Das teilt der Regionalmanagementverein MitteHessen mit, der den Gemeinschaftsstand der 18 mittelhessischen Unternehmen und Kommunen organisiert hat.
Eine wachsende Anzahl international tätiger Handelsketten stellt mittlerweile auf der größten europäischen Gewerbeimmobilienmesse aus, um Partner und Flächen für ihre Expansionsstrategien zu finden. Diese Erfahrungen machten auch zahlreiche Aussteller am Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen.
Verstärkte NachfrageDie weltweite Rezession trifft derzeit auch den Einzelhandel - für die Filialisten ein zweischneidiges Schwert. Sinkende Umsätze auf der einen Seite stehen Vorteile bei der Immobiliennutzung gegenüber. Denn die Mietpreise bei Einzelhandelsimmobilien sinken auf Grund rückläufiger Flächennachfrage in fast allen Märkten.
Umso interessanter wurde für die Handelsketten eine Beteiligung auf der größten europäischen Messe für Gewerbeimmobilien. Ein Viertel der rund 1600 Aussteller sind Städte, Regionen und Wirtschaftsförderungen, die europaweit mit attraktiven Standorten werben.
Von verstärkter Nachfrage aus diesen Branchen berichteten auch die meisten der 18 Standpartner aus der Region Mittelhessen, die Gewerbeflächen anbieten. Aber nicht immer sind Filialunternehmen aus dem Einzelhandelsbereich und der Systemgastronomie auch als potenzielle Flächennutzer oder Mieter erste Wahl.
"Die Auswirkungen der Immobilienkrise sind hier auf der Messe in deutlich geringem Umfang zu spüren als in anderen Wirtschaftsregionen. In Mittelhessen ist es trotz der Krise sehr wohl möglich, gute Immobilien zu finanzieren," merkte der Vorstandssprecher der Volkbank Mittelhessen, Dr. Peter Hanker, an. In einer zusammenwachsenden Welt sei es für eine wirtschaftlich erfolgreiche Region wie Mittelhessen "enorm wichtig, auf dieser internationalen Immobilienmesse Flagge zu zeigen". Hanker: "Wir haben ja mit den Bereichen Optik, Medizinwirtschaft und Logistik einiges vorzuweisen, was für Firmen und potenzielle Investoren von Interesse sein kann".
Die Konversionsflächen der Stadt Gießen, aber auch in der gesamten Region seien nach dem Abzug des US-amerikanischen Militärs und der Bundeswehr weit über Mittelhessen hinaus bekannt. "Auch wenn es auf der Expo Real noch nicht zu konkreten Geschäftsanbahnungen gekommen ist, ist es uns gelungen, der Stadt Gießen einen potenziellen Investor zu vermitteln," hob der Banker hervor.
Potenzieller InvestorJörg Fischer von der JfP Fischer Projekt GmbH aus Pohlheim schätzt vor allem die Präsenz vieler kommunaler Entscheidungsträger auf der Messe: "Die Expo Real ist eine gute Investition für unser Unternehmen. Hier treffen wir konzentriert Vertreter der Branchen, die für unsere Projekte wichtig sind."
"Die beste Messe, seit wir daran teilnehmen", konstatierte Wolfgang Kunz, Gesellschafter des Wetzlarer Architektenbüros KuBus, am dritten Tag der Messe. So sei es gelungen, neben einigen viel versprechenden Kontakten auch ein konkretes Geschäftsprojekt im Wert von 10 Millionen Euro festzuzurren, freut sich Kunz.
"Mittlerweile hat sich durch die kontinuierliche Teilnahme des Unternehmens ein Netzwerk gebildet, von dem wir natürlich auch profitieren."
Das Regionalmanagement MitteHessen will das Profil der Region durch Projekte in den Bereichen Innovation, Bildung und Infrastruktur schärfen. Der Verein bildet einen Schulterschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und besteht seit dem Jahr 2003. Zurzeit ziehen 90 Städte, Landkreise, Kammern, Hochschulen und Unternehmen unter Vorsitz des Regierungspräsidenten a. D. Wilfried Schmied bei MitteHessen an einem Strang.