Beim Fotografieren kommt es auf den richtigen Moment an
08.02.2012
Fotos ziehen den Blick der Leser an - Hohe Auflösung für gute Druckqualität wichtig - Bild lebendig inszenieren und weitere Tipps
GIESSEN (red). Der Gießener Anzeiger bietet während des sechswöchigen Projekts „Zeitungstreff“ den teilnehmenden Schülern die Gelegenheit, sich als Journalisten zu betätigen. In den kommenden Wochen werden sie Themen recherchieren, Interviews führen, Artikel schreiben und Fotos machen, die dann bis zum 16. März auf den Zeitungstreff-Seiten im Gießener Anzeiger veröffentlicht werden. Eine wichtige Rolle spielen die Fotos. Wie ein Magnet ziehen sie den Blick der Leser auf sich. Darum ist es besonders wichtig, dass die Wahl des Motives gelungen und die Qualität der Aufnahme möglichst gut ist. Damit die Schüler des Zeitungstreffs bei ihren Streifzügen mit der Kamera wissen, worauf es ankommt, hier ein paar Tipps rund um das Thema Fotografie:
Fotos, die mit einer Digitalkamera gemacht werden, sollten die Formate jpg oder tif haben. Sie können per E-Mail - zeitungstreff@giessener-anzeiger.de - direkt zur Redaktion geschickt werden. Die Bilder dürfen nicht mit einem Word-Dokument verknüpft werden. Die Auflösung muss mindestens 2,1 Millionen Pixel betragen, damit auch große Bilder in guter Qualität gedruckt werden können. Aufnahmen per Handy sind nicht brauchbar, auch aus dem Internet geladene Dateien entsprechen meist nicht der benötigten Druckauflösung. Zu den Fotos sollte immer eine separate Liste erstellt werden, auf der in chronologischer Reihenfolge die einzelnen Motive aufgeführt sind und die erklärt, wer oder was auf dem jeweiligen Bild zu sehen ist. Zu jedem Text sollte es möglichst quer- und hochformatige Aufnahmen geben. Bei der Seitengestaltung erleichtert dies die Arbeit des Redakteurs.
Beim Termin sollte der Fotograf auf die Beteiligten zugehen, den Leiter einer Veranstaltung ansprechen und das Bild dem Anlass entsprechend lebendig inszenieren. Personengruppen sollten ohne große Lücken zwischen den einzelnen Menschen fotografiert werden. Schon vor der Aufnahme gilt es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dabei wegzulassen, was nicht ins Bild muss.
Wie fotografiere ich Menschen? Ein gutes Porträt lebt immer vom Ausdruck. Am schönsten wird eine Porträtaufnahme mit einem Teleobjektiv zwischen 70 und 135 mm. Wie fotografiere ich Situationen? Generell gilt: ran an die Sache. Die interessantesten Bilder sind immer die, die den Eindruck vermitteln, der Betrachter stehe mittendrin. Tolle Perspektiven kann man erreichen, wenn man in die Hocke geht, auf eine Leiter steigt oder auf eine Mauer klettert und so aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel ein Foto macht. Wie fotografiere ich Gebäude oder Tiere? Architektur verträgt am besten Seitenlicht. Das hebt die Bauformen hervor. Bei Tieraufnahmen sollte man an die Verschlusszeit denken, 125stel Sekunden oder besser noch 250stel Sekunden frieren dann die Bewegung ein, und es gibt ein scharfes, dynamisches Bild.
Allgemeine Tipps: Gegenlicht vermeiden und darauf achten, dass ein Gesicht gut ausgeleuchtet ist. Wenn die Sonne scheint, lieber im Schatten fotografieren und das Gesicht eventuell mit einem Blitzlicht aufhellen. Dem Foto soll man gleich ansehen, worum es geht. Text und Bild müssen immer zusammenpassen.
Und: Es ist besser, Menschen in natürlichen und nicht gestellten Situationen zu fotografieren.