Kinder und Jugendliche werden oft in der Schule von anderen Mitschülern gemobbt, geschlagen, ausgegrenzt oder beleidigt, und zwar nur wegen der Herkunft (Nationalität), dem Aussehen, der Körpergröße, der Kleidung und wegen stark auffälliger Merkmale und Eigenschaften.
Wir machten eine Umfrage (an 2 Hauptschulklassen der Pestalozzischule) über Mobbing und Ausgrenzung.
Ein Drittel der Schüler gab öffentlich zu, dass sie gemobbt werden, und Zweidrittel mobben andere Schüler.
Alle Schüler waren mal dabei, als jemand gemobbt wurde, und alle Schüler würden sich einsetzen für jemanden, der gemobbt wird.
Kinder, die in der Schule oft gemobbt, beleidigt oder geschlagen werden, werden unter Stress gesetzt und ihre Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Bei Mobbingopfern fallen die schulischen Leistungen deshalb häufig rapide ab.
Körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, plötzliche Schweißausbrüche oder Übelkeit treten bei Mobbingopfern häufig auf. Nicht zu vergessen sind die seelischen Belastungen, die oft zu völliger Verschlossenheit, Angst und Depressionen führen.
Die ständigen Demütigungen führen bei einigen jungen Menschen allmählich zu Wut und Hassgefühlen. Manche von ihnen werden dann selbst zu Tätern und suchen ebenfalls ein Mobbingopfer. Sie lassen ihre Aggressionen an Schwächeren - zum Beispiel Geschwistern, jüngeren Kindern oder ihren Haustieren - aus.
Auch bisherige Amokläufe an Schulen wurden häufig von Jugendlichen verübt, die als Außenseiter galten und zuvor über einen längeren Zeitraum von Mitschülern ausgegrenzt und verspottet worden waren. Alwani Unger, Faruk Topcu, Albert Hergert, 9a Pestalozzischule Gießen