Viele junge Menschen spielen brutale Computerspiele, wie Ego-Shooter, Waffenspiele und sehen Filme, die Gewalt behandeln und somit die Jugendlichen im negativen Sinne manipulieren. Tatsache ist, dass Gewalt überall ist. Nun fragt man sich, ob diese gewaltorientierte Welt Ursache für potenzielle Amokläufer ist. Als Amokläufer bezeichnet man Täter, die in blinder Wut angreifen und töten. Das Wort leitet sich aus dem Malaiischen und bezieht sich auf die kriegerische Kampfkunst. Die meisten Experten sind der Meinung, dass vor allem das soziale Umfeld den Jugendlichen schlecht beeinflusst und mit Gewalt konfrontiert. Die Folgen für Amok sind bisher noch nicht endgültig geklärt worden. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche, die besagen, dass die Täter erhebliche Identitätsprobleme haben. Viele hätten das Gefühl, in der Gesellschaft nicht anerkannt und von ihren Freunden gedemütigt zu werden. In den meisten Fällen haben diese gewaltbereiten Jugendliche auch keine Freunde. Oft haben sie auch Auseinandersetzungen in der Familie oder auch im Berufsleben. Es gibt also viele Gründe, wieso Jugendliche frustriert sind und Gewalt ausüben. Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, wenn man präventiv und interventiv gegen Gewalt und Amokläufer vorgehen möchte? Eltern und Aufsichtspersonen müssen tatsächlich noch stärker in die Pflicht genommen werden. Waffenbesitzer müssten mehr darauf achten, dass auch keine weiteren Personen Zugriff auf die Waffen haben. Im schulischen Kontext fordern viele Lehrer und Pädagoge die Möglichkeit der psychologischen Betreuung. Es wird auch sogar überlegt, in Schulen Zugangssicherungssysteme mit Chipkarten zu installieren sowie Waffenkontrollen einzuführen. Einige sind dagegen, weil sie der Ansicht sind, dass dann einige Schüler "unter Verdacht" stehen würden, während die Täter solche Kontrollen überwinden könnten.
Yasemin Aslan, 10G, Herderschule