FERNWALD (bir). Es geht wieder los in der Fußball-Hessenliga, und gleich zu Beginn steigt heute Abend (Anpfiff 19 Uhr) das prestigeträchtige Derby zwischen dem FSV Fernwald und dem SC Waldgirmes an der Oppenröder Straße. „Wir freuen uns, dass es endlich beginnt“, können es beide Trainer kaum erwarten, dass die harte und schweißtreibende Vorbereitungszeit ein Ende hat und die Teams von Daniyel Bulut und Thorsten Krick in Punktspielen zeigen können, was sie drauf haben.
Für Bulut ist es ein Debüt, denn der 29-Jährige hat zuvor bei der TSG Wieseck nur Jugendteams trainiert und steigt beim FSV als Nachfolger von Stefan Belter gleich in die Senioren-Hessenliga ein. „Die Vorbereitungszeit ist gut gelaufen, wir haben keine Verletzten und die Mannschaft ist fit“, geht der neue FSV-Coach mit Respekt vor dem Gegner, aber auch mit Selbstvertrauen in die Partie gegen den Vizemeister der letzten Saison: „Waldgirmes ist natürlich Favorit, aber wir werden das Spiel nicht verschenken.“
FSV Fernwald - SC Waldgirmes (heute, 19 Uhr)
Der letztjährige Tabellendreizehnte kann mit stärkster Besetzung antreten, also auch mit Michael Bodnar. Den 28-jährigen Innenverteidiger hatten die Fernwalder Anfang der Woche vom SV Darmstadt 98 verpflichtet. „Michael braucht noch etwas Zeit, aber er bringt die Qualität mit, die wir gebraucht haben. Er soll als Führungsspieler die Abwehr zusammenhalten“, ist Bulut vom Neuzugang angetan. Sein Team soll „kompakt stehen“ und die Lahnauer „unter Druck setzen“. Wie die erste Elf aussieht, will der FSV-Trainer wie gewöhnlich („Ich will die Spannung bis zuletzt hoch halten“) erst am Spieltag bekannt geben. Nur eins ist für Bulut klar: „Wir müssen zu Hause eine Macht sein und deshalb bis an die Leistungsgrenzen gehen!“
Kollege Krick blickt ebenfalls auf eine „recht ordentliche Vorbereitung und eine sehr gute Trainingsbeteiligung“ zurück. Einziger Wermutstropfen ist der Ausfall von Abwehrstammspieler Peter Bätzel, der sich einen Abriss des Syndesmosebandes zugezogen hat und zwei bis drei Monate ausfällt. Ebenfalls heute in Fernwald nicht dabei ist Stefan Salzmann, der in Köln ein Berufspraktikum absolviert, und hinter dem Einsatz von Steffen Schmitt (Oberschenkelzerrung) und Fadi Michel (Knöchelverletzung) steht ein kleines Fragezeichen. „Wir kommen als Favorit und können mit breiter Brust auftreten, aber diese Partie ist wie jede kommende kein Selbstläufer“, hat Krick seine Spieler davor gewarnt, „den Gegner zu unterschätzen.“
Der SC-Coach kann auf eine weitgehend eingespielte Mannschaft bauen, in der der aus Klein-Karben gekommene Selim Aljusevic als „Zehner“ für spielerische Impulse sorgen soll, zumal sich der 25-jährige Serbe laut Krick „trotz anfänglicher kleiner Umstellungsprobleme bestens eingelebt hat.“ Außerdem hat Jan-Niklas Ehm, der aus der Bundesliga-A-Jugend von Eintracht Frankfurt in die Lahnaue gewechselt ist, laut Krick in der Vorbereitung einen guten Eindruck gemacht und viel Potenzial verraten. „Wenn wir den Gegner ernst nehmen, müssen drei Punkte drin sein“, will Krick unbedingt einen guten Start in die neue Saison - wie Kollege Bulut auch.
Aufgebot des FSV Fernwald: Schmitt, Erben, Helbig, Vural, Völk, Herbert, Öztürk, Schadeberg, Gashi, Golafra, Geist, Buycks, Ehser, Beck, Di Rosa, Marankoz, Buss, Mundine
Aufgebot des SC Waldgirmes: Ried, Neubert, Frenz, Kaguah, Pötzl, Kuche, A. Weinecker, Schappert, Ehm, Aljusevic, Schmitt, Schmandt, D. Weinecker, Langholz, Michel, Szymanski, Hartmann, Holzhäuser.