Nächster Nordhesse klopft an
07.08.2010 - FERNWALD
FSV Fernwald erwartet nach unglücklicher Niederlage OSC Vellmar - Gäste mit zwei hohen Niederlagen gestartet
FERNWALD (rd). Der nächste Nordhesse steht vor der Tür. Und das weiß Daniyel Bulut, Trainer des FSV Fernwald, gut einzuordnen. Nach der unglücklichen Niederlage des heimischen Hessenligisten in Schwalmstadt, erwartet der junge Übungsleiter einen ähnlich auftretenden Kontrahenten vom OSC Vellmar zum heutigen Gastspiel (15 Uhr).
„Auch Vellmar spielt nordhessisch, ist sehr robust und zweikampfstark“, beschreibt der 29-Jährige anschaulich den Unterschied zu den Teams aus dem Frankfurter Raum, die „mehr über das Spielerische kommen“.
Dass der OSC nach zwei Spieltagen bereits mit 2:9 Toren und null Punkten die Tabelle von hinten anführt, ist zudem kein Indiz für eine besondere Schwäche der Vellmarer. Denn die Elf von Trainer Mario Deppe hatte das wohl denkbar härteste Auftaktprogramm zu bewältigen - war gegen die als Aufstiegskandidaten gehandelten Kickers Offenbach Junioren und Bayern Alzenau beim 1:5 bzw. 1:4 chancenlos.
FSV Fernwald - OSC Vellmar (heute, 15 Uhr)
„Ich habe sie gegen Offenbach gesehen, die sind sehr stark. Und auch Alzenau ist wohl stärker als in der Regionalliga-Saison“, weiß Bulut, dass diese beiden Partien kein Maßstab für das Leistungsvermögen des OSC sind.
Spurlos wird dieser Auftakt an der Deppe-Elf aber nicht vorübergegangen sein, die deutlichen Schlappen könnten schon am Selbstbewusstsein kratzen.
Bulut ist trotzdem gewarnt. „Vellmar ist eine unangenehme Mannschaft, auch wenn ich Schwalmstadt einen Tick besser einschätze. Trotzdem gilt in der Hessenliga, dass du bis auf ein, zwei Mannschaften alle schlagen kannst, aber auch gegen alle verlieren.“
Eine Niederlage aber mag der Neucoach heute nicht einkalkulieren. „Wenn wir zuhause spielen, peilen wir immer drei Punkte an“, sagt der Ex-Wiesecker Juniorentrainer, der über schönen und erfolgreichen Fußball endlich „wieder mehr Zuschauer anlocken“ will. Ansehnlich war die Partie seiner Elf gegen Waldgirmes schon, wenn da auch „die Tore gefehlt haben“. In Schwalmstadt bei der noch spät zustande gekommenen Niederlage nach eigener Führung sei „die Unerfahrenheit“ der auschlaggebende Punkt gewesen. Deshalb ist der FSV-Trainer froh, dass heute wieder Burim Gashi den Abräumer vor der Abwehr gibt. „Er ist einer unserer erfahrensten Spieler und dementsprechend wichtig“, ergänzt der Coach, der den privat verhinderten Defensivmann in Schwalmstadt schmerzlich vermisste. Gashi soll auch die Kreise von Vellmars Spielmacher Sebastian Busch einengen, der vor der Saison vom KSV Hessen Kassel kam und laut Bulut der „entscheidende Mann in der ansonsten sehr ausgeglichen besetzten Mannschaft ist“.
Aufgebot FSV Fernwald: Schmitt; Erben, Völk, Bodnar, Gashi, Di Rosa, Öztürk, Buycks, Ehser, Beck, Marankoz, Geist, Herbert, Vural, Schadeberg, Buß, Golafra. Mundine, Gouri - Es fehlt: Helbig.