21. Mai 2012 10:16 Uhr
URL: http://www.giessener-anzeiger.de/sport/lokalsport/handball/11694503.htm

Gießener Anzeiger

21. Mai 2012 10:16 Uhr
Seite drucken
Suche



Inhalt Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zur rechten Spalte
Handball 

HSG Wetzlar fehlt gegen Berliner Füchse in der Schlussphase die Qualität

23.02.2012 - WETZLAR

Von Ulrich G. Monz

Bereits in der Vorrunde der Handball-Bundesligasaison 2011/2012 hatte die HSG Wetzlar in der Berliner Max-Schmeling-Halle trotz einer 23:25-Niederlage gezeigt, dass sie den Berliner Füchsen Paroli bieten kann. Auf eigenem Parkett knüpften die Lahnstädter an die Leistung des Hinspiels an, präsentierten sich über weite Strecken mit dem Tabellenzweiten auf Augenhöhe, um dann doch aufgrund einer zerfahrenen Schlussphase dem Champions-League-Teilnehmer mit 26:29 (15:18) zu unterliegen.

Die Überraschung war möglich, der Wille war zu spüren, einem der Großen der Handball-Bundesligisten ein Bein zu stellen, doch in der packenden Partie wurde der Truppe von HSG-Coach Gennadij Chalepo gegen Ende des Spiels das Pulver nass, um die Fuchsjagd zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben ausgezeichnet gekämpft. Wenn wir Mitte der zweiten Halbzeit den Ausgleich geschafft hätten, wäre heute vielleicht mehr drin gewesen“, trauerte Chalepo der Gelegenheit nach, die Berliner mit einem Punktverlust auf die Heimreise zu schicken. Eng ging es in den ersten 20 Minuten zwischen den beiden Kontrahenten zu. Über die Stationen 4:4 (8.), 6:6 und 10:10 (20.) hielten die Mittelhessen prächtig mit. Obwohl Gennadij Chalepo zwischen Angriff und Abwehr meist zwei oder gar drei Akteure wechselte, wussten die Berliner zunächst mit dieser Taktik nichts anzufangen.

HSG Wetzlar - Füchse Berlin 26:29

Erst als Füchse-Spielmacher Bartolmiej Jaszka über die schnelle Mitte das Wetzlarer Wechselspiel konterte, fielen prompt Berliner Tore. Auf der Gegenseite imponierte die Vorstellung von „HSG-Shooter“ Steffen Fäth mit vier sehenswerten Treffern vor der Pause. Auch die Achse Adnan Harmandic/Kari Kristjansson knackte des Öfteren den Berliner Abwehrriegel, sodass bis zum 12:12 (23.) die Wetzlarer stets auf Tuchfühlung blieben. Hatte bislang Nationaltorhüter Silvio Heinevetter im Gehäuse der Gäste keine Wunderdinge vollbracht, entschärfte er dann einen Ball nach dem anderen, während im Füchse-Angriff ab der 24. Minute Iker Romero die Regie übernahm. Plötzlich führten die Berliner 15:12, und als Romero in Unterzahl spielend mit einem Hüftwurf den eingewechselten Nikola Marinovic im HSG-Tor zum 12:16 überwand (28.), schien alles seinen Lauf zu nehmen. Die Domstädter kamen zwar noch einmal - 20 Sekunden vor der Pause - durch Kristjansson auf 15:17 heran, doch im Gegenzug bewies der 31-jährige Spanier erneut seine internationale Klasse und nutze die Lücke in der HSG-Abwehr zum 15:18-Pausenstand.

Neben Romero setzte besonders der Ex-Wetzlarer Sven Sören Christophersen der HSG-Defensive zu. Bestechend die Wurfvarianten des Nationalspielers, der mit acht Treffern kaum zu stoppen war. Sieben Minuten nach der Pause (17:22, Christophersen) schienen die Füchse auf der Siegerstraße. Doch die Berliner hatten Moral und Einsatzbereitschaft der Gastgeber unterschätzt. Niko Weber fand im HSG-Tor zu alter Stärke zurück, sodass beim 23:24 (44.) der Geräuschpegel in der Rittal-Arena deutlich zunahm. Bis vier Minuten vor dem Ende schnupperte die HSG an einem Teilerfolg. Doch um die Fuchsjagd erfolgreich abzuschließen, hätte eben in diesen letzten vier Minuten das „Schießpulver“ der HSG oder auch die Hände der Schützen nicht nass werden dürfen. Zunächst nahm sich Kevin Schmidt nach dem 26:28 einen Wurf ohne Vorbereitung, ehe wenig später ebenfalls Timo Salzer überhastet abschloss. 66 Sekunden waren noch zu spielen. Pech, dass Steffen Fäth Heinevetter nicht überwinden konnte, sodass Christophersen mit der Schlusssirene den 26:29-Endstand markierte.

„Über diesen Sieg bin ich sehr glücklich. Wir mussten hart kämpfen, um zum Erfolg zu kommen. Das war für uns heute keine leichte Aufgabe, aber wir haben sie letzten Endes gut gelöst“, meinte Füchse-Coach Dagur Sigurdsson nach dem Schlusspfiff.

Die Macht am Kreis: Sechs Tore erzielt Kari Kristjan Kristjansson für die HSG Wetzlar (hier gegen Denis Spoljaric), kann damit aber auch nicht die 26:29-Heimniederlage der HSG Wetzlar verhindern.	Foto: Heli

Die Macht am Kreis: Sechs Tore erzielt Kari Kristjan Kristjansson für die HSG Wetzlar (hier gegen Denis Spoljaric), kann damit aber auch nicht die 26:29-Heimniederlage der HSG Wetzlar verhindern. Foto: HeliVergrößern

Diesen Artikel ...
Lesezeichen anlegen bei ...
  • Favoriten
  • Mr. Wong
  • Del.icio.us
  • Linkarena
  • Digg
  • Webnews
  • Alltagz
  • Google
  • Yahoo

Bitte loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu diesem Artikel zu verfassen. Die Redaktion sichtet jeden Kommentar und entscheidet, ob er freigeschaltet wird. Beleidigungen, nicht nachprüfbare Behauptungen, erkennbare Unwahrheiten und rassistische Andeutungen führen dazu, dass der Kommentar in jedem Fall nicht freigeschaltet wird. Die Kommentare sind Meinungen der Verfasser. Wir weisen darauf hin, dass alle Kommentare nach einigen Wochen automatisch wieder gelöscht werden. Hier kostenlos registrieren.

... oder benutzen Sie unseren Anonym-Zugang: E-Mail-Adresse: anonym. Kennwort: anonym

Die Kommentare sind Meinungen der Verfasser.





Sportergebnisse

Sport - Sportergenisse Box
Wo steht mein Verein? Alle Ligen in allen Sportarten im Überblick.

IHRE REGIONALE TAGESZEITUNG

Wetter

Mehr Wetter

Aktions-Abo zur Fussball-EM

Abstimmung

Der Traum ist geplatzt: Trauern Sie mit dem FC Bayern?




Region

Specials

  • Logo zum Special "Zeitungstreff" Zeitungstreff Schüler betätigen sich als Reporter – hier ihre Artikel und Bilder
  • Kruschel Anzeiger In unserem Online-Special finden Sie spannende Geschichten und Unterhaltung für Kinder, sowie Service Themen für Eltern.
  • Flughafen Frankfurt am Main Flughafenausbau Der Rhein Main Airport wächst - so wirkt sich das auf unsere Region aus

E-Paper

Ausgabe vom Montag, 21.05.2012

Weitere Sonderthemen


Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.822373867035 Sekunden