Marscheck siegt im Weitsprung
17.01.2012 - HANAU
Hessische Hallenmeisterschaften: Silber für heimisches Trio - Lisa Mayer und Jennifer Maedicke gewinnen U18-Titel
HANAU (ras). Durch Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen gab es bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und U18 in der Hanauer August-Schärttner-Halle im Weitsprung der Frauen den einzigen Gießener Hallentitel im Aktivenbereich. Bestens in Szene bei der zweitägigen Veranstaltung setzten sich aber auch Ann-Christin Strack über die 60 m Hürden, Costa Laurenz auf der Hallengeraden sowie ihr LAZ-Teamkamerad Marcel Breitkopf im Stabhochsprung. Das Trio gewann jeweils Silber.
Bei der U18 trumpften Lisa Mayer, Jennifer Maedicke und Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen gleich mehrfach mächtig auf.
Für Beatrice Marscheck begannen die Landestitelkämpfe mit einem Fehlstart über 60 m. Die Meinungen von kompetenten Beobachtern schwankten von: „grenzwertig“, über: „kann man geben,“ bis hin zu: „eindeutiger Frühstart.“ Dazu äußerte sich auch ein sichtlich verärgerter Trainer Markus Czech: „Es war ein Bombenstart, der optisch durch zwei um rund eine Sekunde schwächere Läuferinnen auf den Nebenbahnen wie ein Fehlstart wirkte.“ So gewann unbedrängt die zu Jahresbeginn von der LG Eintracht Frankfurt zum SC Gelnhausen gewechselte Ksenia Achkinatze die 60 m in guten 7,62 Sekunden.
Umstrittener Fehlstart
Im Weitsprung konnte sich Marscheck gegenüber der Neu-Gelnhäuserin allerdings revanchieren und gewann den Titel mit 6,18 m vor Achkinatze, die sich im letzten Versuch auf 6,16 m steigerte. Bei jeweils zwei Sprüngen von 6,16 und 6,18 m zeigte sich Czech von dem Weitsprung-Auftritt seiner Athletin recht angetan: „Wichtig ist, dass der Anlauf passt, an der Landung müssen wir jedoch gewaltig arbeiten.“
Starke Leistungen zeigte auch LAZ-Zugang Marcel Breitkopf, der im Stabhochsprung inklusive 4,60 m nur einen Fehlversuch hatte und so in dem elfköpfigen Springerfeld hinter Jan Felix Knobel (LG Eintracht Frankfurt/4,70), dem WM-Achten des Vorjahres im Zehnkampf, den zweiten Platz belegte. Über 60 m Hürden erkämpfte sich Breitkopf nach 8,61 m im Vorlauf mit der Finalzeit von 8,51 einen guten fünften Platz. Sichtlich zufrieden zeigten sich nach ihrem Hürdenendlauf auch Ann-Christin Strack (8,72) und Nastasia Lich (8,79), die hinter der auch national erfolgreichen Antonia Werner (TV Flieden/8,44) und nur ganz knapp durch Christina Kiffe (ASC Darmstadt/8,77) getrennt, die Ränge zwei und vier belegten.
Starke Ann-Christin Strack
Sowohl Breitkopf als auch Strack und Lich sprinteten über die Hürden neue persönliche Bestzeiten. Ann-Christin Strack festigte mit der Verbesserung um zwölf Hundertstel zudem ihre Zugehörigkeit zu den deutschen U20-Top Ten. Das i-Tüpfelchen für ein tolles Wochenende verpasste Nastasia Lich ganz knapp im Weitsprung, denn im letzten Durchgang wurde sie bei einer Weite von 5,58 m von Gesa Kratsch (LG Friedberg-Fauerbach/5,60) um zwei Zentimeter überboten und so von Platz drei auf einen weiteren vierten Rang verdrängt.
Der erhofft gute Auftritt über die 60 m bei den Männern gelang sowohl Costa Laurenz (LAZ/6,99) als auch dem nun für die LG Wetzlar startenden Issam Ammour aus Kleinlinden. Im 60-m-Finale in der Konzentration etwas gestört durch die Fehlstarts zweier Mitkonkurrenten eroberten die U20-Jugendlichen Laurenz (6,99) und Ammour (7,01) hinter Felix Göttl (TuS Kriftel/6,79), dem Neuntschnellsten der deutschen Hallenbestenliste des Vorjahres, den zweiten und dritten Treppchenrang.