A-Jugend-Hessentitel über 100 m und im Weitsprung - Doppelsiege für Felix Repp und Lisa Mayer - LAZ-Staffel Zweite
30.06.2010 - KASSEL
A-Jugend-Hessentitel über 100 m und im Weitsprung - Doppelsiege für Felix Repp und Lisa Mayer - LAZ-Staffel Zweite
NEU-ISENBURG (ras). Eine Gluthitze herrschte im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil der hessischen Einzel-Meisterschaften und beeinflusste besonders die spät an beiden Wettkampftagen gelegenen Sprintendläufe und Langstrecken. Nach dem starken Auftritt Gießener Athleten in Wetzlar gab es auch in Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern viele Titel und Podestplätze. In der Jugend A gewannen Cynthia Schmidt von der LG Erda-Heuchelheim im 100 m Sprint und Lisa Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung.
Bei den Vierzehnjährigen erkämpften Felix Repp und Lisa Mayer, beide von der LG Langgöns-Oberkleen, jeweils zwei Hessenwimpel. Wie schon eine Woche zuvor in Wetzlar gingen zwei Wurftitel an die Geschwister Nico und Mona Althenn aus Ebersgöns.
Cynthia Schmidt von der LG Erda-Heuchelheim gewann wie im Vorjahr über 100 m bei den A-Jugendlichen. Die hochgenannte B-Jugendliche nutzte Neu-Isenburg als Probe für die deutschen Jugendmeisterschaften und schockte so bereits im Zwischenlauf mit 12,11 Sekunden die Konkurrenz. Im Finale siegte die 17-Jährige zwar über die bis zu zwei Jahre älteren Gegnerinnen in 12,14, zollte aber dem harten Training der Vorwoche und den Bedingungen Tribut und verpasste so eine Zeit unter zwölf Sekunden.
Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag. Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m Hürden sah Lisa Magel wie die sichere Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich in Führung liegend an einer Hürde ein, kam dadurch aus dem Tritt und landete in 16,07 auf dem Bronzerang. Eineinhalb Stunden später hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger überwunden und dominierte klar den Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die Steinbacherin für die deutschen Jugendmeisterschaften und konnte wieder lächeln.
Einen Silberplatz gab es für Magel zudem in der 4x100-m-Staffel. Zusammen mit Isabell Pastau, Julia Gerter und Ann-Christin Strack mussten sich die LAZ-Mädels in 48,36 Sekunden nur der Startgemeinschaft Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben. Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ) im letzten Versuch mit 5,62 m auf den Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht Frankfurt.
Goldmedaillen gab es für die LG Wetzlar durch die Geschwister Nico und Mona Althenn aus Ebersgöns. Nico Althenn gewann mit 65,82 m erwartungsgemäß den Speerwurf der Jugend A. Wie eine Woche zuvor in Wetzlar bei den B-Jugendlichen beherrschte Mona Althenn auch in Neu-Isenburg den Kugelstoßring. Mit 12,63 m verbesserte sie gleich im ersten Versuch die Wetzlarer Kreisrekorde der A- und B-Jugend von Ulrika Schönemund (12,26) aus 2005. Eine 55er-Zeit Zeit hatte sich der Großen-Lindener Niklas Wagner (LG Wetzlar) über 400 m Hürden zum Ziel gesetzt. Das Vorhaben gelang und mit neuer persönlicher Bestzeit von 55,13 erntete Wagner Platz zwei.
Den hochklassigsten Wettbewerb der Meisterschaften lieferte die 22 Mädels der Jugend B über 200 m ab. „Rund 10 Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale. Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz laufen,“ bedauerte Cynthia Schmidt. Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen, bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35) um eine Hundertstel das Finale verpasste. Im Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss die rote Karte. „Ich habe ein wenig gezuckt,“ gestand Gerter nach ihrer Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen von der Bahn. Strack wurde in 25,26 Vierte. Nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste sich eine entkräftete Schmidt mit Rang fünf (25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit auf Rang sieben der deutschen Jugendbestenliste vor. Ein Achtungserfolg gelang der StG Heuchelheim-Wieseck-Lich über 4x100 m. Nikola Graupner, Matheis, Janina Knappik und Schmidt unterboten als Sechste in 49,74 Sekunden die Fünfzigsekundenmarke.