Beatrice Marscheck untermauert Ausnahmestellung
18.01.2011 - GIESSEN
25-Jährige bei Hessenmeisterschaften im Weitsprung und im Sprint nicht zu schlagen - Insgesamt vier Landestitel gehen an die LAZ-Athleten
FRANKFURT/GIESSEN (ras). Seit Jahren ist Beatrice Marscheck in Hessen auf der Sprintgeraden und im Weitsprung nicht zu schlagen. Das stellte die Athletin des LAZ Gießen bei den Hessischen Landes-Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. Von den in der Frankfurt-Kalbacher Leichtathletikhalle insgesamt vier zu vergebenden Weitsprungtitel gingen noch zwei weitere an den Gießener Raum.
Der LAZ-Mehrkämpfer Konstantin Grißmer gewann bei den Männern und Lisa Mayer von der LG Langgöns-Oberkleen siegte überraschend bei den B-Jugendlichen. Einen weiteren obersten Treppchenplatz für das LAZ Gießen erkämpfte Tobias Kretzschmar im Kugelstoß der Jugend B.
Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes sprintet Beatrice Marscheck derzeit die 60-m-Finalläufe, denn nach einem lockeren Vorlaufsieg in 7,83 s und 7,63 s im Zwischenlauf gewann die 25-Jährige, wie bei ihren beiden Siegen in der Vorwoche, das Finale in 7,58 s. Als einzige Finalistin hielt dabei Ksenia Achkinadze (7,65) von der LG Eintracht Frankfurt auf den ersten 30 Metern dagegen. Knapp eine Stunde nach den Sprints stand für die Frauen der Weitsprung auf dem Plan. Marscheck sprang in allen Versuchen deutlich über sechs Meter und knabberte mit ihrer Tagesbestweite von 6,38 m im fünften Sprung wieder am hessischen Hallenrekord von 6,41 m. „Beatrice konnte durch eine Fußverletzung im Dezember nur stark eingeschränkt trainieren. Das machte sich durch die kurz aufeinander folgenden Disziplinen im Weitsprung womöglich bemerkbar. Im 60-m-Hallensprint bin ich zuversichtlich, dass nach dreimal identischer persönlicher Bestzeit, noch eine Steigerung im Hundertstelbereich denkbar ist“, sagte ihr Trainer Markus Czech.
Durch Konstantin Grißmer ging auch der Weitsprungtitel bei den Männern an das LAZ Gießen. Grißmer sprang im zweiten Versuch mit 7,22 m persönliche Bestleistung und legte im fünften Sprung 7,21 m nach. „Konstantin brauchte das erste Jahr bei uns, um sich zu festigen. Nun entwickelt er sich körperlich und technisch weiter, wie sich in seinen Ergebnissen - nicht nur im Weitsprung - zeigt“, freute sich Czech.
Adrian Becker musste seine geplanten Starts in Kalbach wegen Muskelverhärtungen absagen. In LAZ-Kreisen ist man jedoch zuversichtlich, dass der Troher seine zuletzt hervorragende Form bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften Ende Januar unter Beweis stellen kann.
Bei den B-Jugendlichen wuchtete Tobias Kretzschmar die Kugel bereits im ersten Versuch zur neuen persönlichen Bestweite von 16,11 m. Kretzschmar, der einen großen Teil seines Trainings bei Wurfkadertrainer Jörg Schulte in Frankfurt absolviert, übertraf seinen härtesten Konkurrenten Hendrik Nungeß (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm/15,05) zudem in drei weiteren Versuchen.
Mit einer faustdicken Überraschung endete der Weitsprung in der weiblichen B-Jugend, denn die A-Schülerin Lisa Mayer von der LGLO gewann mit 5,43 m, ganz knapp vor Katharina Wagner (MT Melsungen/5,42) und der großen Favoritin Luzulo Maryse (LG Eintracht Frankfurt/5,41), die bei vier Fehlversuchen nicht in die Nähe ihrer Bestleistung von 5,93 m kam. Durch Jennifer Maedicke erreichte eine weitere A-Schülerin der LGLO das Finale und sprang mit 5,17 m auf Rang fünf.