(crö). Der Treiser Lauf- und Walkingtreff als ausrichtender Verein durfte sich über eine gute Beteiligung bei den Kreis-Cross-Meisterschaften freuen. Zehn Kreisvereine hatten weit über 100 Voranmeldungen abgegeben, wobei das Orange der Gastgeber auf der Strecke besonders häufig leuchtete. Der Wettergott hatte endlich ein Einsehen mit den Bedürfnissen der Läufer, die in diesem Winter lange unter schlechten Trainingsbedingungen bei Schnee und Eis gelitten hatten.
Schon nach der ersten von zwei etwa 2000 m langen Runden lag der M45er Jens Freese (LG Treis) klar in Führung und gab diese bis ins Ziel, das er nach 15:14 Minuten erreichte, nicht mehr ab. Ihm folgten mit deutlichem Abstand B-Jugend-Sieger Patrick Bock (LAZ Gießen) und Lokalmatador Jochen Keil (Treiser LWT/1. M40), der Matthias Huppmann (LGV Marathon Gießen) überraschend klar distanzierte.
Ungefährdeter Sieg für Patricia Bock
Bei den Frauen und der weiblichen Jugend, die 2100 m zu absolvieren hatten, gelang der B-Jugendlichen Patricia Bock (LAZ Gießen) ein ungefährdeter Sieg. Ganz offensichtlich musste sie sich nicht verausgaben, um in 8:59 Minute die A-Jugendliche Franziska Rachowski (LAZ) und W45 Siegerin Rosi Hausner (Treiser LWT) klar hinter sich zu lassen.
Die schnellste Zeit des Tages über die 2100 m lief jedoch A-Schülerin Louise Schlüter vom ASC Licher Wald. Die hessische Vizemeisterin von 2009 über 2000 m gewann in 8:45 Minuten mit über einer halben Minute Vorsprung vor Carolin Schmeel (TV Großen-Linden), obwohl diese mit 9:21 ebenfalls eine gute Zeit lief.
Knapper Ausgang des Laufes bei den B-Schülern
Bei den B-Schülern M12 ging es knapper zu: Erst auf der abschüssigen Zielgerade konnte Christopher Nagorr (LAZ) seinen Licher Konkurrenten Niklas Harsy überspurten und in 8:50 gewinnen. Die D- und C-SchülerInnen hatten eine verkürzte Runde von etwa 1000 m Länge zu bewältigen. In der W11 blieb Franziska Bock als einzige unter vier Minuten und holte sich den Titel vor Deborah Spatz (LG Wettenberg). Bei den elfjährigen Jungen sorgte Julian Leinweber für die beste Leistung, in 3:44 Minuten kam er deutlich vor Kilian Ortwein und M10 Sieger Noah Bergmann-Franke (beide LG Treis) ins Ziel.
Auf die Crossläufe der Kleinsten – die jüngste Teilnehmerin Emma Hofmann (LG Wettenberg) wurde 2004 geboren – folgten als letzte Rennen die Langstrecken der Männer und Frauen. Im Ziel war Hanna Rühl von der LAZ Gießen nach drei Runden (etwa 5900 m) und 26:12 Minuten selbst etwas überrascht, dass sie das Feld um Ann-Kathrin Arlinghaus (LG Wettenberg/2. W20) so klar distanzieren konnte.
Freude beim Treiser LWT
Rosi Hausner sorgte mit der Wiederholung ihres Mittelstreckensiegs in der Altersklasse W45 vor ihrer Vereinskameradin Petra Hofmann für Freude beim gastgebenden Treiser LWT. Bei den Männern setzte sich zunächst ein Trio, bestehend aus dem Treiser Mittelstreckensieger Jens Freese sowie Jens Möbus und Jan-Hendrik Hans von der LG Wettenberg, an die Spitze. Nach zwei von vier Runden war jedoch klar, dass die beiden Vereinskameraden den Sieg unter sich ausmachen würden, denn Freese musste abreißen lassen.
Der Zweikampf um den Sieg blieb jedoch lange spannend: Nach etwa 7800 Metern lagen Jens Möbus und Jan-Hendirk Hans auf der Zielgeraden noch gleich auf. Am Ende hatte Jens Möbus in einer äußerst knappen Spurtentscheidung die etwas größeren Reserven und gewann in 30:46 Minuten vor Jan-Hendrik Hans.
Wendelin Häusler ohne Konkurrenz
Jens Freese (LG Treis) lief als ungefährdeter Dritter und Sieger der M45 gut zwei Minuten vor Jochen Keil (Treiser LWT) und Holger Wißmann (SV Laubach) ein. Der Wettenberger Peter Wessendorf gewann die M50 klar, in der M 60 blieb Wendelin Häusler (LGV Marathon) wie auf der Mittelstrecke ohne Konkurrenz. Ältester Teilnehmer war Helmut Scholz von der LG Wettenberg, der in 42:15 Minuten aber noch einige jüngere Konkurrenten hinter sich ließ.
Für die profilierte, anspruchsvolle, aber nicht zu schwere Strecke gab es von Läuferseite einhelliges Lob. Die Treiser hatten den Kurs sorgfältig präpariert, so dass er mit Spikes gut zu belaufen war. Es bleibt zu hoffen, dass die gute Beteiligung ein positives Signal für die kommende Bahn- und Volkslaufsaison ist.