Hungener Hahn fährt auf Rang zwei
07.02.2012 - GIESSEN
Bislang bestes Ergebnis für Mitsubishi-Piloten vom MSC Horlofftal - Historic Klasse: Köhler/Göde verpassen den Sieg
NIEDERNHAUSEN (sfä). Nach 27 Jahren erlebte die ADAC Taunus-Rallye Wiesbaden am Wochenende gewissermaßen die Wiederauferstehung einer Legende. Nach 1985 (damals siegte der Österreicher Sepp Haider im Citroen Visa) konnten sich nun Eric Karlsson und Reiner Noller in den Siegerlisten verewigen, wenn auch in zwei verschiedenen Wertungen. Bei Temperaturen um minus zehn Grad säumten zahlreiche Zuschauer die Strecken im Hochtaunuskreis rund um das Rallyezentrum des Ramada-Hotels in Niedernhausen.
Für das sogenannte nationale „A-Feld“ und die Historic-Wertung standen mit „Beuerbach“ als WP1/4, den beiden Rundkursen „Wallrabenstein“ als WP 2/5 und „Niederseelbach“ als WP3/6, „Niederlauken“ als WP 7/11, „Heinzenberg als WP 8/12, „Mauloff“ als drittem Rundkurs als WP 9/13 und Wüstems als WP 10/14 insgesamt sieben verschiedene Wertungsprüfungen (WP) über rund 100 Kilometer auf Bestzeit auf dem Programm, die alle doppelt gefahren wurden.
Bei der nationalen Rallye 200 war die Kurzversion mit „Heinzenberg“ (WP 1/4); dem Rundkurs „Mauloff“ (WP 2/5) und „Wüstems“ (WP 3/6) mit jeweils zwei Durchgängen über komplett rund 27 Bestzeit-Kilometer zu absolvieren. Die geplante Gesamtlänge mit 35 Kilometern kam nicht zustande, weil „Mauloff“ verkürzt werden musste.
Zu einem Start-Ziel-Sieg in der A-Wertung wurde die Taunus-Rallye Wiesbaden für Eric Karlsson im Audi TT Quattro. Der Miltenberger erwartete im Verlauf des Tages zwar „keinen Durchmarsch“, aber sein härtester Verfolger Dirk Riebensahm aus Neuwied musste im Mitsubishi vorzeitig aufgeben. Dafür lief es bei dessen Markenkollegen Rainer Hahn besser. Der Hungener landete mit Rang zwei sein bisher bestes Ergebnis und einen Auftakt nach Maß. Christoph Schleimer komplettierte im Vauxhall mit Rang drei das Podest. Dessen Beifahrer Thomas Fuchs hatte somit allen Grund zum Feiern anlässlich seines 47. Geburtstages. Die beiden Lokalmatadore Jörg Altenheiner und Lars Börner (Wehrheim) schafften es im Audi S 2 Quattro als bestplatzierte Heimische auf Rang zehn.
In der Rallye 200-Wertung lieferten sich die beiden Schwaben Rainer Noller/Uwe Walz mit dem Thüringer Duo Raphael Ramonat/Steffen Schmidt ein spannendes Duell um den Sieg. Die beiden Mitsubishi-Teams schenkten sich nichts, doch Noller/Walz wiederholten ihren Sieg von 2010. Hinter Ramonat/Schmidt belegten deren Markenkollegen Heinz Muntermann/Mathias Emig aus dem Odenwald Rang drei. Aus mittelhessischer Sicht erlebten Christian Sier/Björn-Martin Handor (Heuchelheim/Philippstal) im BMW mit Rang sieben und Jochem Möller/Marina Winkler (Schlüchtern/Hungen) im Audi 80 Quattro auf Platz acht ebenfalls einen erfreulichen Auftakt.
In der Sollzeitwertung der Historik-Klasse führte zunächst Lothar Köhler/Ursula Glöde aus Laubach im Opel Kadett C. Die Sieger von 2010 mussten sich am Ende jedoch dem Frankfurter Vater/Sohn-Duo Ralph-Peter und Christopher Rink, ebenfalls im Opel Kadett, geschlagen geben. Mit der Winzigkeit von einer zehntel Sekunde Rückstand auf Köhler wurden die beiden Rheinland-Pfälzer Jörg Haupenthal/Jürgen Krieg im Audi Gesamtdritte.