Einzigartige Stimmung in Baunatal
02.02.2012 - GIESSEN
TV Wetzlar und SG Mittelhessen überzeugen in Ober- und Landesliga - Zahlreiche neue Bestzeiten bei DMS
GIESSEN (uw/uri). Im Aqua-Park der Stadt Baunatal ging der Vorkampf in der Oberliga Hessen sowie in der Landesliga der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen, kurz DMS, über die Bühne. Bei der DMS werden alle Strecken des Wettkampfprogramms in Brust, Rücken, Schmetterling, Freistil und Lagen von 50 m bis 1500 m absolviert, jede Strecke muss dabei zweimal geschwommen werden. Jeder Sportler darf maximal fünfmal zum Einsatz kommen, aber keiner eine Strecke doppelt schwimmen. Es geht also bei den Mannschaftsmeisterschaften um die beste Mannschaft, die Stimmung ist dementsprechend bei diesen Wettkämpfen einzigartig. Alle geschwommen Zeiten werden in Punkte umgerechnet.
Die 1. Mannschaften des TV Wetzlar bei den Damen und Herren ging in der Oberliga an den Start und haben sich dort etabliert. In der Landesliga war die zweite Garde des TV Wetzlar sowie das Team der SG Mittelhessen am Start.
TV Wetzlar
Mit einem Durchschnittsalter von 16,4 Jahren bei den Mädchen stellte der TVW das jüngste Team in der Oberliga, 18,7 Jahre betrug der Durchschnitt bei den Männern. Die „Schallmauer“ beim Schwimmen liegt bei 60 Sekunden über 100 m - Christian Balser (Jg. 93 - Butzbach) hat diese am Wochenende geknackt. Im Rennen über 100 m Schmetterling wurde er nach 59,74 Sekunden gestoppt und blieb damit erstmals unter einer Minute. Im Rennen über 100 m Rücken hatte er dafür keine Fortune, hier blieben die Uhren bei 1:00,18 Minuten stehen. Sein Bruder Adrian Balser (Jg. 96) feierte in Baunatal seinen Einstand in der ersten Mannschaft. Mit neuen Bestzeiten über 200 m Lagen (2:15,54) und 100 m Rücken (1:00,84) konnte er wertvolle Punkte für das Team holen. In bestechender Form präsentierte sich Konstantin Veit (Jg. 93 - Allendorf/Lahn) in Nordhessen. Er steigerte seine Bestzeiten über 200 m Schmetterling (2:16,03) und 400 m Freistil (4:15,38) deutlich und war damit schnellster seines Teams. Trotz reduziertem Training waren der Biebertaler Lars Bremer (Jg. 90) und der Wiesecker Walter Fahrenbruch (Jg. 92) hochmotiviert. Bremer ging über 50 m Brust an den Start, Fahrenbruch stellte über 50 m Freistil in 25,16 Sekunden sogar eine neue Bestzeit auf.
Eigentlich Sprinter ging Toni Landsbeck (Jg. 88 - Gießen) in diesem Jahr über die 200-Meter-Strecken an den Start. 200 m Lagen (2:21,10) und 200 m Freistil (2:03,31) waren jeweils Bestzeit. Besonders im letzten Rennen des Wettkampfes, den 100 m Freistil, war der Lehramtsstudent überragend. In sehr guten 54,73 Sekunden war er schnellster seines Teams.
Erstmals in der Oberliga an den Start gingen die Damen, die innerhalb der letzten drei Jahre von der Bezirks- bis in die Oberliga durchmarschiert sind. Das junge Team ließ sich auch von gleich drei kurzfristigen Ausfällen nicht umhauen. Roswitha Goy (Jg. 94 - Lützellinden) musste kurzfristig die 200 m Schmetterling übernehmen. Mit einer Steigerung von mehr als 15 Sekunden auf sehr gute 2:31,55 Minuten legte sie den Grundstein für den Mannschaftserfolg. Elena Peppler (Jg. 94) aus Wieseck verpasste ihren eigenen Bezirksrekord über 100 m Brust in 1:14,42 Minuten nur knapp. Auf der 200-Meter-Bruststrecke (2:42,41) nähert sie sich dem alten Rekord dafür, wie auch über 50 m Brust (34,69). Schnellste Schwimmerin der Oberliga Hessen wurde Svea Boßerhoff (Jg. 93 - Heuchelheim), die über 400 m (4:34,45) und 800 m Freistil (9:20,91) die Konkurrenz deutlich distanzierte und teilweise überrundete. Die meisten Punkte für das Team aus der Domstadt holte Sarah Berneaud (Jg. 96 - Gießen), die über 200 m Lagen (2:31,99) und 400 m Freistil (4:39,94) sogar schneller war als manch männlicher Teilnehmer vor Ort. 800 m Freistil musste Jacqueline Hoffmann (Jg. 94) absolvieren und machte ihre Sache in 10:35,41 Minuten gut. Isabel Blanco-Gonzalez (Jg. 98 - Gießen), das „Küken“ der Mannschaft trug in 37,34 Sekunden über 50 m Brust sowie 5:51,23 Minuten über 400 m Lagen zum positiven Gesamtergebnis bei. Verantwortung übernahm auch Luisa Antonia Brück (Jg. 94 - Burkhardsfelten), die durch die Ausfälle zu mehr Starts kam als eigentlich geplant. Neue Bestzeiten stellte sie dabei über 50 m Schmetterling (34,20) und 50 m Freistil (30,43) auf.