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In Frankfurt kann man sein Knöllchen jetzt bei Rewe, Penny & Co. zahlen

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Von: Kim Hornickel

Frankfurt bietet die Bußgeldzahlung to go an. Ab sofort kann das Ticket auch an der Supermarktkasse bezahlt werden.

Frankfurt – Jeder und jede wird irgendwann einmal geblitzt, das ist zwar ärgerlich, bald wandert der Bußgeldbescheid aber in die Schublade. Wird das Ticket dann vergessen, kann aus dem Ärgernis ein Problem werden.

Dann schaltet sich im schlimmsten Fall die Vollstreckungsbehörde ein. Um das zu verhindern, und den Menschen in Frankfurt den zusätzlichen Weg zur Bank zu ersparen, hat sich die Stadt ein neues Konzept ausgedacht: Knöllchen bis 999 Euro können an der Supermarktkasse bezahlt werden.

Das geht laut einer Pressemitteilung der Stadt Frankfurt ganz einfach. Bekommt der Verkehrssünder seinen Bußgeldbescheid, ist darauf von nun an ein Barcode zu finden.

Aufgrund einer bundesweiten Störung von Kartenzahlsystemen können Kunden nur mit Bargeld zahlen. (Symbolbild)
Ein Salat und ein Bußgeld: In Frankfurt kann ein Knöllchen an der Ladenkasse bezahlt werden. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Der kann vom restlichen Schreiben abgetrennt und zum Wocheneinkauf mitgenommen werden. Zwar lassen sich die Knöllchen nicht überall bezahlen, laut Stadtverwaltung beteiligen sich aber bereits 10.000 Geschäfte an dem praktischen System.

Knöllchen an der Kasse: Frankfurt bietet die Zahlung to go an

Zwischen Salat, Brötchen oder Bohrmaschine lässt sich der Bescheid ganz einfach mit über das Kassenband schieben und bezahlen. Der Einzelhandel bietet den bequemen Zahlungsweg unter anderem in Filialen von Rewe, Penny, Toom, DM und Rossmann an.

Die Mitarbeiter der Stadt Frankfurt erhalten anschließend eine automatische Mitteilung, dass die Strafe bezahlt ist. Ein Beiblatt informiert über den Ablauf, Übersetzungen in Fremdsprachen sollen folgen, erklärt die Stadtverwaltung. (kh mit dpa)

Die Stadt Frankfurt nimmt jedoch immer weniger Geld mit Knöllchen ein. Laut einem Bericht zahlten Verkehrssünder zuletzt „nur“ noch 13 Millionen an die Stadtkasse - das ist weniger, als in den Jahren zuvor

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