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Kleine Helden: Grundschüler sind auf Wandertag - und verhindern Waldbrand

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Von: Niklas Hecht

Dieser Wandertag wird einer Grundschulklasse aus Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) lange in Erinnerung bleiben. Als sie Rauch im Wald sehen, wählen sie den Notruf.

Idstein - Pausenbrote eingepackt, Rucksack aufgesetzt und ab in die Natur. Wandertage sind im starren Schulalltag normalerweise dazu gedacht, spannende Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers zu machen. Ein ungeplant aufregendes Erlebnis hatte eine Grundschulklasse aus Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis - und verhinderte mit ihrem Einsatz eine echte Katastrophe.

Wie das Idsteiner Tagblatt berichtet, waren die Schüler der Klasse 2a der Idsteiner Grundschule Auf der Au am Donnerstagmorgen (14. Juli) aufgrund eines Wandertages in der Natur unterwegs gewesen, als sie in einem nahe gelegenen Waldstück Rauch aufsteigen sahen. Die Grundschüler riefen ohne zu zögern die Feuerwehr zur betroffenen Stelle und verhinderten damit mutmaßlich einen Waldbrand.

Waldbrandgefahr in Hessen: Umweltministerium ruft Alarmstufe A aus

„Die Klasse hat sofort die 112 gewählt, wir waren in sechs, sieben Minuten zur Stelle und konnten das Feuer löschen“, sagte Lars Wendland, der Brandinspektor der Stadt Idstein, der Lokalzeitung. 30 Quadratmeter Wald hätten in Flammen gestanden.

Schulkinder laufen mit ihrer Lehrerin durch einen Wald. (Symbolbild)
Schulkinder laufen mit ihrer Lehrerin durch einen Wald. (Symbolbild) © Uwe Zucchi

Die Grundschüler verhielten sich vorbildlich. Aufgrund der trockenen und heißen Wetters in den vergangenen Wochen ist die Waldbrandgefahr in Hessen derzeit überall sehr hoch. Das hessische Umweltministerium empfiehlt daher auf seiner Internetseite, bei Bränden oder Rauchentwicklungen im Wald sofort die Notrufnummer 112 zu wählen. Offenes Feuer und Grillen außerhalb von ausgewiesenen Plätzen sind im Wald ebenso verboten, wie Rauchen oder das Wegwerfen von brennenden Zigaretten.

HessenForst verstärkt Überwachung der Waldgebiete

Bislang hat das Umweltministerium allerdings noch keine der beiden Waldbrand-Alarmstufen ausgerufen. Bei der zweithöchsten Alarmstufe A würde der Landesbetrieb HessenForst seine Überwachung der Waldgebiete intensivieren und verstärkt die Löschwasserentnahmestellen und Zugangswege für die Einsatzkräfte kontrollieren. Im laufenden Juli ist bislang nur rund ein Drittel des durchschnittlichen Niederschlags gefallen. (Niklas Hecht)

In Hessen kommt es derzeit überall vermehrt zu Waldbränden. Auch im Rheingau-Taunus-Kreis hatte der Wald erst vor wenigen Tagen gebrannt. Der Flächenbrand in Geisenheim war rund 10.000 Quadratkilometer groß und musste von 250 Einsatzkräften bekämpft werden.

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