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Hunger auf einem anderen Level: Frankfurter bestellt in einem Jahr fast 1000 Mal bei Lieferando

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Von: Tim Vincent Dicke

Der größte deutsche Essenslieferant gibt seinen „Lieferando Report 2022“ heraus. Nun stellt sich eine Frage: Welcher Frankfurter hat 962 Mal bestellt?

Frankfurt – Der Online-Lieferdienst Lieferando hat seinen alljährlichen „Lieferando Report“ für 2022 veröffentlicht. Der Bericht liefert interessante Einblicke in die Essenswelt der Deutschen und zeigt, dass die Inflation das Bestellverhalten deutlich beeinflusst. Doch ein Aspekt dürfte besonders verblüffen. Der größte Fan der Liefer-App kommt aus Frankfurt. Kaum zu glauben: Mehr als 1000 Mal soll die Person aus der hessischen Großstadt Essen geordert haben.

Für den Report hat Lieferando interne Statistiken und Daten von rund 15 Millionen Nutzern bei über 32.000 angeschlossenen Restaurants in mehr als 2000 deutschen Städten analysiert. Innerhalb eines Jahres – zwischen dem 1. September 2021 und 31. August 2022 – kamen so unzählige Erkenntnisse ans Tageslicht. Das Marktforschungsinstitut Kantar befragte zusätzlich 1000 Nutzer der App.

962 Mal: So oft mussten Lieferando-Fahrer für einen einzelnen Nutzer aus Frankfurt ausrücken. (Symbolbild)
962 Mal: So oft mussten Lieferando-Fahrer für einen einzelnen Nutzer aus Frankfurt ausrücken. (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Frankfurter ist größter Fan: Inflation zeigt sich auch bei Lieferando

Die steigenden Lebenshaltungskosten machen sich nicht nur im Supermarkt, am Zapfhahn oder beim Heizen bemerkbar. Lieferando, das mit Uber Eats seit 2021 einen ernstzunehmenden Konkurrenten in Frankfurt hat, konnte auch Veränderungen beim Bestellverhalten registrieren. Mehr als 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einen Teil des bestellten Essens für den nächsten Tag aufbehalten. 44 Prozent schauen demnach stärker auf die Preise und zwölf Prozent bestellen sogar nur dann, wenn die App Sonderangebote anzeigt.

Überraschend: Pizza ist zumindest auf Lieferando nicht die Leibspeise der Deutschen. Auf Platz eins der am häufigsten bestellten Gerichte liegt ein Klassiker aus den USA: der Cheeseburger. Auf Rang zwei folgen Pommes Frites, die innerhalb eines Jahres einen rasanten Aufstieg hingelegt haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 tauchten die frittierten Kartoffelsticks nicht einmal in den „Top Five“ auf. Auf Platz drei und vier folgen Chickenburger und Hamburger. Der Klassiker aus Käse, Tomatensauce und knusprig gebackenem Hefeteig – die Pizza Margherita – liegt auf dem fünften Rang.

Was die Hessen am liebsten bei Lieferando bestellen

Doch insgesamt betrachtet kann sich die italienische Küche erneut die Goldmedaille abholen. Die beliebtesten Küchenrichtungen der Deutschen auf einen Blick:

  1. Italienisch: Pizza Margherita, Pizza Salami, Pizzabrötchen
  2. US-Amerikanisch: Cheeseburger, Chickenburger, Hamburger
  3. Türkisch: Döner-Teller, Döner-Dürüm, Döner
  4. Japanisch: Avocado-Maki, Edamame, Sake-Maki
  5. Chinesisch: Gebratene Nudeln, gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch, gebackene Banane

Hessen fällt bei der Auflistung nicht groß aus dem Trend: Hier sind italienische, amerikanische und japanische Speisen am beliebtesten. Auf dem ersten Platz liegt in dem Bundesland der Cheeseburger, gefolgt von Pommes und Pizza Margherita. Interessantes Detail aus Hessen: Hier wird am häufigsten in der Nacht bestellt. 2,7 Prozent der Aufträge gehen in der Dunkelheit raus, dicht gefolgt von Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent.

Frankfurter bestellt fast 1000 Mal bei Lieferando

Freuen können sich die Hessen über die Kosten der Pizzen. Mit einem Preis von 8,35 Euro für die durchschnittliche Pizza liegt nur Nordrhein-Westfalen darunter. Am tiefsten müssen die Bayern ins Portemonnaie greifen. Dort liegt das italienische Saucenbrot bei teuren 10,38 Euro.

Kurios: Die Rekord-Rechnung betrug in den vergangenen zwölf Monaten 1233 Euro. Und eine oder einer hat besonders oft in der App auf „Bestellen“ gedrückt: „Der treueste Lieferando-Fan stammt aus Frankfurt und bestellte ganze 962 Mal. Das sind 90 Mal im Monat, 19 Mal die Woche und bis zu drei Mal am Tag“, teilte das Unternehmen mit. (tvd)

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