Autoren in Gießen auf zweierlei Weise gesucht

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GIESSEN - (bj). Gleich auf zweifache Weise sind kreative Autoren eingeladen, in diesen Tagen ihre Beiträge zu teilen. Zum einen sucht das Gießkannenmuseum (GiKaMu) anlässlich seines zehnjährigen Bestehens nach "Lobhudeleien auf die Gießkanne". Zum anderen fragt der Gießener Start-up-Unternehmer Christoph Seipp für ein Benefiz-Buchprojekt nach positiven Erlebnissen aus dem Corona-Jahr.

In beiden Fällen haben Teilnehmer noch wenige Tage Zeit, ihre Beiträge einzureichen.

Das zehnjährige Jubiläum des Gießkannenmuseums wird aufgrund der aktuellen Pandemie-Auflagen erst einmal leise begangen werden. Doch zum Freitag, 16. April, an dem sich der Geburtstag der Einrichtung zum zehnten Mal jährt, gibt es einige mediale Aufmerksamkeit. Das GiKaMu wird bei "hallo hessen" um 16 Uhr im hr-Fernsehen zu Gast sein. Gleichzeitig ist an diesem Tag Einsendeschluss für zwei kreative Wettbewerbe. Kurzentschlossene Freunde der Gießkanne, jung wie alt, sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Ein Schreibwettbewerb fragt nach "Lobhudeleien auf die Gießkanne" (maximal eine Seite Text). Ein Malwettbewerb richtet sich an Kinder zwischen 7 und 14 Jahre. Die Jury freut sich über gemalte, gezeichnete oder collagierte "Spritzvergnügte Gießkannenpartys". Es winken grüne Preise von der Baumschule Rinn und Gutscheine von Spielwaren Fuhr. "Also: Schreibt, dichtet, collagiert, zeichnet und malt rund um die Gießkanne", heißt es beim GiKaMu.

Einsendungen sollten per E-Mail an giessen@gaertnerpflichten.org geschickt werden, da sich Homepage und digitales Postfach des Museums aktuell im Umbau befinden. Postalisch geht es über folgende Adresse: Gießkannenmuseum, Sonnenstraße 3, 35390 Gießen.

Der Gießener Start-up-Unternehmer Christoph Seipp hat für sein Schreib-Projekt vier Fragen formuliert, die er unter dem provokanten Titel "Danke Corona!" über die Internetseite https://dieidee.de/thxcrn sammelt. Beteiligen kann sich jeder, mit Namen oder anonym, der im vergangenen Jahr "mindestens einmal gelächelt hat", erklärt er. 50 Beiträge sollen es mindestens werden, um daraus ein Buch machen zu können. Bis zum 18. April nimmt er noch Geschichten an. Am Ende des Jahres soll dann ein Buch mit den gesammelten Texten vorliegen, dessen Erlös an eine Einrichtung geht, über die sich die Autoren per Abstimmung verständigen können.

Zur Inspiration gibt es hier schon einmal die vier Antworten einer Autorin, die zu ihrem Beitrag auch gleich ein Bild (siehe oben) mitgeschickt hat.

Welches Erlebnis hat dich im vergangenen Jahr gefreut?

Mich hat in den letzten Monaten, trotz Corona, gefreut, dass wir Schlittschuhfahren waren zum sechsten Geburtstag meiner Tochter.

Warum hat dich das gefreut?

Mich hat es besonders gefreut, weil es erstens so selten möglich ist und die riesige Freiluft-Eisbahn so beeindruckend war. Zweitens, da es herrliches Wetter war. Und last but not least, da ich mich so mit meiner Tochter gefreut habe, als sie es lernte - ausgerechnet an ihrem Geburtstag!

Wie können andere Menschen ein solches Erlebnis bekommen?

Ich glaube fest, dass andere Menschen auch solche schönen Momente haben könnten, indem sie solche Gelegenheiten nutzen und Neues wagen und ausprobieren. Und natürlich, wenn sie bei Sonnenschein rausgehen.

Wie könnte unsere Gesellschaft aussehen, wenn in Zukunft viel mehr Menschen so ein schönes Erlebnis hätten?

Wir könnten so eine Gesellschaft sein, die mehr auf das Klima und die Natur achtet, einfach, um so etwas noch häufig erleben zu können.

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