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RTL-Überraschung: Guttenberg wird Jauch-Nachfolger - gemeinsam mit Gottschalk

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Von: Julia Hanigk

Karl-Theodor zu Guttenberg ist noch als Verteidigungsminister in Erinnerung. Er trat wegen einer Plagiatsaffäre zurück. Jetzt feiert er bei RTL sein Fernseh-Comeback – mit Thomas Gottschalk.

Köln - Zum Ende jeden Jahres läuft bei RTL der Jahresrückblick „Menschen, Bilder, Emotionen“. Bis zum vergangenen Jahr hatte das stets Günther Jauch (66) moderiert. Nun setzt der Sender auf eine ungewöhnliche Neubesetzung: Der Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (50, CSU) soll die Sendung am 11. Dezember zusammen mit Thomas Gottschalk (72) übernehmen.

Karl-Theodor zu Guttenberg moderiert Streamingdokus bei RTL+ – Auch Auftritt im linearen TV schon geplant

Wie RTL mitteilte, stehe Guttenberg jetzt bei dem Fernsehsender unter Vertrag. Schon im Juni hatte der Sender mitgeteilt, dass der frühere Verteidigungsminister im Streamingangebot RTL+ Dokumentationen präsentieren wird und dabei als Moderator und Interviewer durch die Sendungen führen wird.: „Zu Guttenberg wird als Moderator und Interviewer durch zwei 90-minütige Docutainment-Sendungen führen“, heißt es. Ab November sollen Zuschauer das erste Format zu sehen bekommen, Inhalte sind noch nicht bekannt.

Ungewöhnliches Duo: Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg werden gemeinsam den Jahresrückblick auf RTL moderieren.
Ungewöhnliches Duo: Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg werden gemeinsam den Jahresrückblick auf RTL moderieren. © IMAGO/Future Image/F. Kern und RTL/Stefan Gregorowius/privat

Nun wird Karl-Theodor zu Guttenberg zusätzlich auch noch den Jahresrückblick moderieren, an der Seite der Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk. Ein ungewöhnliches Duo, zu dem RTL erklärte, die beiden repräsentierten „die große thematische Bandbreite der Sendung von Unterhaltung über Gesellschaft bis Weltpolitik“.

Politiker, bei denen die Dissertation Probleme bereitete

- Karl-Theodor zu Guttenberg trat 2011 von seinen Ämtern zurück, weil er große Teile seiner Doktorarbeit ohne Kennzeichnung abgeschrieben hatte

- Silvana Koch-Mehrin legte ebenfalls 2011 ihre Ämter als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und als Präsidiumsmitglied der FDP nieder. Auch ihr wurde der Doktortitel wegen 80 Textseiten entzogen, auf denen Plagiate zu finden waren.

- Anette Schavan tritt 2013 kurz nach dem Entzug des Doktortitels von ihrem Amt zurück.

- Frank-Walter Steinmeier wird 2013 mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert, es kann aber nichts nachgewiesen werden. Er ist noch heute Bundespräsident.

- Andreas Scheuer bekommt 2014 Plagiatsvorwürfe. Drei Textstellen wurden dem Politiker angekreidet. Er entschied, seinen Titel nicht mehr tragen zu wollen.

- Ursula von der Leyen steht 2015 aufgrund ihrer Doktorarbeit in den Medien. Es werden zwar Plagiate festgestellt, aber keine Täuschungsabsicht.

- Franziska Giffey: 2019 kamen Plagiatsvorwürfe auf, 2021 wurden sie bestätigt. Die Ministerin trat zurück.

Zusammen mit Thomas Gottschalk: Nach Politik wagt Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt ein Comeback im TV

Bis ins Jahr 2011 kannte man Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister in der Politik, er galt zu dieser Zeit in Umfragen als einer der beliebtesten Politiker in Deutschland. Der 50-Jährige trat damals aber aufgrund von einer Plagiatsaffäre um seine Dissertation zurück, später wurde ihm der Doktortitel aberkannt. Zwischenzeitlich gab es zwar auch immer wieder Spekulationen über ein mögliches Comeback, die bis jetzt aber ins Leere liefen.

Im Quoten-Kampf zwischen Florian Silbereisen und Thomas Gottschalk zog der Schlagerstar zuletzt an dem Moderator vorbei. Mit Top-Quoten holte Florian Silbereisen doppelt so viele Zuschauer wie Thomas Gottschalk. Verwendete Quellen: AFP, RTL

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