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Marode Straßen und öffentlichen Nahverkehr angesprochen

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Die Treiser Straße, Teil der Ortsdurchfahrt von Allendorf/Lumda, ist marode. Außerdem gibt es keine Bürgersteige und Übergänge. Foto: Heller © Heller

Fast 60 Zuhörer saßen im Bürgerhaus in der Bahnhofstraße. Unter dem Motto »Kleinstadt der Zukunft« möchte Bürgermeisterkandidat Sebastian Schwarz (SPD) weiterhin Themenabende anbieten.

Allendorf (voh). »Verkehrsplanung ist so wichtig wie Daseinsvorsorge«, sagte Anita Schneider. Die Landrätin informierte zusammen mit dem Bürgermeisterkandidat Sebastian Schwarz (SPD) über wünschenswerte Maßnahmen für Fußgänger, Radler, den öffentlichen Nahverkehr und den Straßenzustand überhaupt.

60 Zuhörer

Schwarz sagte, das sei in den Stadtteilen »ein brennendes Thema«. Fast 60 Zuhörer saßen im Bürgerhaus in der Bahnhofstraße. Unter dem Motto »Kleinstadt der Zukunft« möchte Schwarz weiterhin Themenabende anbieten. Die Treiser Straße als Teilstück der Allendorfer Ortsdurchfahrt ist marode und es fehlen Bürgersteige und Übergänge. Morgens zwischen sieben und neun Uhr stünden hier die Kinder und wollten auf die andere Straßenseite in die Grundschule, so Schwarz.

Schneider: »Ich würde mir ein Dorferneuerungsprogramm wünschen.« Über das Abklappern von Förderprogrammen und -Möglichkeiten wurde an dem Abend viel geredet. Die Landrätin erklärte das Stichwort »integrierte Verkehrsplanung«. Alle Nutzer einer Straße würden darin berücksichtigt. Schneider: »Immer wenn wir eine Straße anfassen, prüfen wir auch die Radwegesituation«. Bis zu 75 Prozent Landeszuschüsse seien für Radspuren möglich. Der Landkreis habe ein Radwegekonzept erstellt (siehe Internetseite des Kreises). Dazu könnten noch Anmerkungen gemacht werden. Gefördert werde auch das Expertenwissen (Planungsbüros). Der Landkreis prüfe aktuell, ob es Fördermittel für Radverleih im ländlichen Raum gebe (besonders E-Bikes und -Lastenräder).

Schwarz teilte mit, der Radweg von Allendorf nach Londorf sei noch nicht befestigt. Laut Schneider wisse der Kreis darüber Bescheid. Für fünf Kommunen werde jetzt ein innerörtliches Radwegekonzept erarbeitet. Allendorf sei nicht dabei. Würden sich aber drei bis fünf Kommunen zusammen tun, könne der Kreis in dieser Sache erneut tätig werden. Eine reaktivierte Lumdatalbahn sei deshalb attraktiv, weil sie innerhalb von 25 Minuten von Allendorf nach Gießen fahre, sagte Schneider.

Effizienter Linienverkehr

Die Ortsteile außerhalb des Lumdatals könnten über den On-Demand ÖPNV bedient werden. Der Landkreis analysiere dieses Verfahren gerade - allerdings ohne Allendorf zu berücksichtigen. Wenn die Bahn einmal fahre, sei Allendorf für On-Demand geradezu ideal. Damit kann der Linienverkehr effizienter werden: Fahrgäste buchen per App oder Anruf. Schwarz betonte, die Anbindung nach Marburg und Grünberg nicht aus dem Auge zu verlieren.

Schneider kam auf die Wanderwege zu sprechen. Ansprechpartner hierfür seien der Landkreis und der Touristische Arbeitskreis Gießener Lahntäler. Schwarz brachte die Beschilderung ins Spiel. Es sollten nicht nur Wege, sondern auch touristische Ziele und die Gastronomie auf Hinweistafeln Platz finden. Wegen des dringenden Sanierungsbedarfs von Straßen (etwa auch die Marktstraße und Allendorfer Straße) meinte Schwarz: »Wenn wir heute kein Geld für Straßen ausgeben, wird es morgen noch teurer.« Man brauche einen Masterplan und müsse halt öfters mal nach Wiesbaden fahren.

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