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Rundum zufrieden mit dem Ergebnis

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Freude und Erleichterung herrscht an der Kindertagesstätte Nordeck-Winnen: Eine gemeinsame Initiative brachte endlich die erhoffte Geschwindigkeitbegrenzung. © Schütte

Bereits seit Jahren war die Reduktion der Geschwindigkeit bei der an der Landstraße gelegenen Kita Nordeck-Winnen ein Thema , eine Initiative des Elternbeirats führte nun zum gewünschten Erfolg.

Allendorf/Lumda (dws). Im Frühjahr 2021 setzte sich der Elternbeirat der Kindertagesstätte des Allendorfer Ortsteils Nordeck-Winnen mit Désirée Schwalbe das Ziel, die Verkehrssicherheit vor der Kita zu verbessern. Da die Kita an der Landstraße liegt, waren bisher dort 100 km/h zulässig. Bereits seit Jahren war die Reduktion der Geschwindigkeit eine Thema, sagte Bürgermeister Thomas Benz, allerdings konnten bislang keine Ergebnisse erzielt werden.

Petition erfolgreich

In regelmäßigen Verkehrsschauen wurden jedes Jahr begründet, warum eine Reduktion der Geschwindigkeit dort nicht notwendig sei. Im Sommer 2021 startete der Elternbeirat eine Petition zu diesem Thema. Dort konnten Unterstützer online, aber auch handschriftlich unterschreiben. Der Elternbeirat organisierte einen Stand am Londorfer Rewe-Markt, wo sich über 200 Unterstützer fanden - ein voller Erfolg. Zusätzlich waren Elternbeirat, Eltern, Angehörige und Bekannte mit Unterschriftenlisten unterwegs, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. In einem Sammelzeitraum von fünf Monaten konnten so knapp 900 Unterschriften gesammelt schließlich und am 20. Dezember an Landrätin Anita Schneider und den Hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Christian Zuckermann übergeben werden.

Am 7. März konnte man frühmorgens, nach Anordnung vom Landkreis Gießen, Hessen Mobil bei der Aufstellung der Tempo-50-Schilder beobachten. Die Reduzierung der Geschwindigkeit gilt dort ab sofort von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 Uhr bis 17 Uhr. Aus diesem Anlass trafen sich die Beteiligten am Mittwoch, um den Erfolg vor Ort zu begutachten. Désirée Schwalbe vom Elternbeirat bedankte sich im Namen aller bei Zuckermann für die schnelle und unproblematische Umsetzung.

Auch Bürgermeister Thomas Benz dankte dem Landkreis. Mehrere Jahre habe er versucht, eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erlangen. »Alles unter 100 km/h wäre ein Erfolg gewesen, aber die 50 sind einfach super«, so Benz. Kita-Leiterin Michaela Damm schloss sich ihren Vorrednern an und fügte dem noch bei, dass bereits in der vergangenen Woche der Lärmpegel auf dem Außengelände hörbar nachgelassen hätte. Dies sei ein Qualitätsgewinn für die Kinder und Mitarbeiter. Ein weiterer Gewinn sei zudem, dass mittlerweile keine parkenden Autos mehr auf der Landstraße seien, die dort ihre Kinder ein- oder aussteigen ließen. Zuckermann teilte die Freude und bestätigte, dass er ebenfalls froh sein, dass es nun nach langer Zeit geklappt hat. Die Gefahrenlage der Kita an der Landstraße und die Zufahrt zur Kita für die Essensversorgung hätten laut Zuckermann den Auschlag gebenen. Der Kreisbeigeordnete betonte, wie wichtig die Kommunikation zu dem Thema Verkehrssicherheit sei. Gerade die Schwächeren müssten geschützt werden. Elterntaxis sollten, wo möglich, vermieden werden, für Kinder sei es wichtig, sich zu bewegen, und das in einem sicheren Umfeld. Dieses habe man hier geschaffen.

In dem Zusammenhang bedankt sich Zuckermann beim Elternbeirat, dass dieser so hartnäckig am Ball geblieben ist. Schwalbe fügte hinzu, dass allen Unterstützern der Dank gilt. Der Elternbeirat habe den Anstoß gegeben, aber ohne das Mitziehen vieler anderer hätte das Ziel nicht erreicht werden können.

Unterer Kita-Weg wird abgesichert

Abschließend fragt Schwalbe nach dem Stand des zugesagten Geländers mit Tor am unteren Kita-Weg. Benz versicherte, dass dieses bereits in Planung sei. Verschiedene Angebote wurden eingeholt, es muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Geländer mit Tor praktikabel sei. So muss verhindert werden, dass Kita-Kinder beim Hinunterlaufen oder -rollen mit dem Laufrad oder Bobbycar ungebremst auf die Fahrbahn geraten, auch die Durchfahrt für Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhl soll gewährleistet sein. »Es ist sicher, dass es noch in diesem Jahr angebracht wird, jedoch muss zuerst der Haushalt verabschiedet werden«, so Benz.

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