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Stadtbrandinspektor mahnt Notstromversorgung an

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Ehrungen und Beförderungen gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf. Foto: Heller © Heller

Stadtbrandinspektor Michael Carl mahnt die Notstromversorgung in öffentlichen Gebäuden in Allendorf an. Ohne wäre es bei Stromausfall Zappenduster.

Allendorf (voh). Stadtbrandinspektor Michael Carl leitete die gemeinsame Hauptversammlung für das Jahr 2021 der Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf/Lda.. Die gegenwärtige Lage in der Weltpolitik und auf dem Energiesektor ließen Carl weit über den Tellerrand blicken. Sein Appell: Die Stadt solle schnellstens über eine Notstromversorgung nachdenken. Sämtliche öffentlichen Gebäude wie auch die Feuerwehr seien bei einem Stromausfall betroffen. Das gelte etwa auch für die Kläranlage und den Hochbehälter.

Knapp 60 Einsatzkräfte sind momentan verfügbar, in den Jugendwehren sind 19, in den Kindergruppen 18 Mitglieder. Die Ausbildung der Aktiven in Allendorf und Nordeck/Winnen verläuft stets gemeinsam. Voriges Jahr gab es 27 Ausbildungsveranstaltungen sowie einen Termin für Atemschutzgeräteträger, ein Fortbildungsseminar Gruppen- und Zugführer und zwei Ganztagsübungen - alles am Standort. Außerdem wurden 22 Lehrgänge und Seminare außerhalb besucht. Unter den 55 Alarmierungen (65 Prozent tagsüber) befanden sich 27 technische Hilfeleistungen, 17 Einsätze bei den Nachbarkommunen und drei Brände. Michael Carl und Bürgermeister Thomas Benz ehrten Torben Schneider für 15 Jahre aktive Dienstzeit. Außerdem hatten sie Anerkennungsprämien des Landes Hessen für aktiven Dienst dabei: 40 Jahre ist Harry Blume Einsatzkraft, 30 Jahre sind es bei Markus Michel und Andreas Mohn. Kreisbrandmeister Thomas Schmitt übergab das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Dienst an Thomas Henkel und Michael Rösser. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt Raphael Purrucker das Ehrenzeichen in Bronze des Bezirksfeuerwehrverbands Hessen-Darmstadt. Christian Elmshäuser, Wehrführer Nordeck/Winnen, erhielt ein Dankeschön für 15 Jahre Amtszeit. Benz und Carl beförderten Jannis Heider und Dean Schäfer zu Feuerwehrmännern.

Carl erläuterte die Ergebnisse einer Umfrage bei den Aktiven zu deren Zufriedenheit. 49 Einsatzkräfte hätten daran teilgenommen, 45 davon gaben drei bis fünf Sterne (von fünf) zum Wohlfühlfaktor in der Feuerwehr. Die Mehrheit möchte den Ausbildungsbeginn um 19 Uhr beibehalten (gültig für Sommer- und Winterzeit) und keine Ausbildung an Samstagen. Die Hälfte der Teilnehmer hat für Ausbildungen weniger Zeit; da sie privat und beruflich stärker eingebunden sind. 92 Prozent sind mit dem Ausbildungsangebot zufrieden. Der Stadtbrandinspektor wies auf die Ergebnisse des neuen Bedarfs- und Entwicklungsplans hin. Der liege zur Genehmigung bei der Kreis-Brandschutzaufsicht. Noch diesen Herbst solle das Papier in den politischen Gremien vorgestellt werden. Die Gerätehäuser genügten den Anforderungen nicht mehr. Dagegen werde die technische Ausstattung und der Fuhrpark als gut bewertet. Dazu zähle auch die Industriewaschmaschine nebst Trockner. Einsatzschutzkleidung sei schnell wieder verfügbar. Es gebe schon Nachfragen zur Wäsche von außerhalb.

Vorbildlich ist laut Plan die Arbeit im Bereich Kinder- und Jugendfeuerwehr. Für den total ausgelasteten Gerätewart empfiehlt der Plan eine Minijob- oder Teilzeitstelle.

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