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Standort steht jetzt fest

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Der Bebauungsplan für die Freifläche südlich der Bahntrasse zeigt drei Baugrundstücke auf. Die rostbraune Fläche überdeckt v. l. die Flurstücke 159/8, 159/9 und 159/10. Die grüne Fläche ist das Flurstück 159/11. Das äußerst links gelegene Flurstück 159/8 soll nicht überbaut werden, da es für die Infrastruktur benötigt würde, falls die Lumdatalbahn reaktiviert wird. Foto: Heller © Heller

Am Bahnhof in Allendorf soll eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden.

Allendorf (voh). Allendorf hat neuerdings Störche aus dem Ebsdorfergrund zu Gast auf den Wiesen am westlichen Ortsrand. Leider bringen die kein Geld mit, was in der Ebsdorfer Gemeindekasse reichlich vorhanden ist, in Allendorf eher nicht. Trotzdem wurde der Allendorfer Haushalt seit Einführung der kommunalen Doppik 2009 stets im ersten Anlauf von der Genehmigungsbehörde des Landkreises bewilligt.

Bürgermeister Thomas Benz (FW) informierte jetzt die Stadtverordneten, auch der Plan 2022 sei zwar spät, aber genehmigt worden. Annette Bergen-Krause (SPD): »Ein großes Lob von meiner Fraktion, dass es im ersten Anlauf geklappt hat.«

Als eine Hausaufgabe hat die Behörde indes angeordnet, den Deckungsgrad der Bestattungsgebühren, jener liege wieder einmal unter 50 Prozent, bis 1. November dieses Jahres kalkulatorisch anzuheben. Die Stellungnahme nennt keine Prozentzahl, sondern eine Umschreibung: »Höchstmögliche Ausschöpfung diese Ertragsquelle.« Das Thema stand jüngst schon auf der Tagesordnung der Gremien.

Einstimmig billigte das Parlament den Termin für die Bürgermeisterwahl: Der 12. Februar 2023. Sollte ein dritter Kandidat hinzu kommen, wäre am 26. Februar Stichwahl. Die Abstimmung über den neuen Betreibervertrag für die Kitas zwischen der Stadt und der Lebenshilfe Gießen wurde in den Sozialausschuss vertagt. Für den 5. September sind sodann die Lebenshilfe Vertreter Dr. Rebecca Neuburger-Hees und Dirk Oßwald eingeladen. Einstimmig wurde beschlossen weiterhin die Stelle der Beauftragten Anna Erb im Touristischen Arbeitskreis Gießener Lahntäler anteilmäßig mit zu finanzieren. Bis 2027, so lange läuft der neue Vertrag, zahlt Allendorf/Lda. insgesamt 6800 Euro.

Einstimmig - bei fünf Enthaltungen - haben die Stadtverordneten den Standort für eine 390 Quadratmeter große eingeschossige Flüchtlingsunterkunft in modularer Holzbauweise beschlossen. Der Standort liegt südlich der Bahntrasse zwischen Bahnhofstraße und Spielplatz. Schon einmal stand hier eine Containersiedlung für Geflüchtete. Die Infrastruktur ist noch vorhanden. Der Landkreis Gießen wird die Unterkunft bauen lassen und für einen Zeitraum von mindestens drei bis höchstens acht Jahren selber nutzen. Die Stadt Allendorf würde sie sodann für den Restwert übernehmen. Das Gebäude wäre laut Vertrag einstöckig und würde sich parallel zu den Bahngleisen auf die Flurstücke 159/9 und 159/10 verteilen. Der Magistrat wird außerdem beauftragt, mit dem Landkreis abzuklären ob nicht auch zweigeschossig gebaut werden könnte und möglicherweise zum Teil auf das Flurstück 159/11 (Spielplatz).

Ebenfalls sei dem Parlament die Gegenfinanzierung beim Rückkauf zu erläutern und der städtische Verwendungszweck.

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