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»Verkehrswende in Zeitlupe«

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Allendorf (red). Als Vorsitzender des Vereins Lumdatalbahn und Bürger von Allendorf/Lda. begrüßt Manfred Lotz das geplante nachhaltige Wohngebiet in der Nähe des Bahnhofsgeländes.

Der Vorsitzende kündigte an, dass der Verein »Lumdatalbahn« und der Verein »Hand in Hand - neue Altstadt« beabsichtigten, die Bürger im neuen Jahr und vor der Bürgermeisterwahl für dieses Thema zu sensibilisieren. Daher sei eine Podiumsdiskussion mit den beiden Kandidaten - der amtierende Bürgermeister Thomas Benz (FW) und sein Herausforderer Sebastian Schwarz (SPD) - und dazugehörigen Fachleuten geplant.

Auch eine Resolution zur Fortsetzung der Reaktivierung, die mehrheitlich durch das Parlament beschlossen wurde, diene im Wesentlichen dem neuen Wohngebiet, das als nachhaltig bezeichnet wird. »In Erinnerung rufe ich die Lumdahöfe an der Bahnhofstraße, deren Bewohner oft auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Bus oder später auch die Bahn, angewiesen sind.« Genauso wichtig für die Fortentwicklung der Stadt und auch des Lumdatals müsse das Projekt »Hand in Hand - neue Altstadt« gesehen werden. »Auch hier werden die zukünftigen Bewohner auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen sein. Wir vom Verein LB setzen uns, und das ist auch in unserem Sinne, für eine Mobilität mit Bus, Bahn, Fahrrad und auch dem Auto ein«, so Lotz. Zurzeit, so hätten Fachleute kürzlich betont, geschehe die verkündete Verkehrswende nur in Zeitlupe. »Wir lesen und hören von neuen Projekten im Fernverkehr oder Südumgehung Frankfurt zum Flughafen. Ein Tunnel bei Fulda-Hersfeld, 28 Kilometer lang, werde mit vier Milliarden Euro veranschlagt. Heute - und bei Fertigstellung?« Die neue Strecke zum Flughafen werde mit 1,2 Milliarden Euro beziffert. Vor zehn Jahren gab es Kostenschätzungen zur Reaktivierung der Lumdatalbahn von etwa zehn Millionen Euro. Heute sei man mit Preissteigerungen bei rund 30 Millionen Euro angelangt. »Daher begrüßen wir die Resolution, die die Stadt verabschiedet hat und sich damit zur Reaktivierung bekennt«, erklärte Manfred Lotz abschließend.

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