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Vorgezogener Markttag bei Königswetter

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Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf/Lda. spielt vor großem Publikum. Foto: Heller © Heller

Das traditionelle Altstadtfest war der Auftakt des 652. Allendorfer Nikelsmarktes. Viel zu sehen gab es in Reunings Halle der Kunst.

Allendorf (voh). Der 652. Allendorfer Nikelsmarkt ist am Sonntagvormittag traditionell mit dem Altstadtfest eröffnet worden.

»Herzlich willkommen bei Königswetter. Jeder so, wie er’s verdient«, verkündete Bürgermeister Thomas Benz (FW). Zwei wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Märkte hätten gewissermaßen »eine Katastrophe für die Allendorfer« bedeutet. Besonders begrüßte er die Delegation aus der französischen Partnergemeinde Nouvion-sur-Meuse.

Benz dankte der Licher Brauerei für das Bierfass und dem TSV Nordeck-Winnen, der jedes Mal den Anstich organisiere. Assistiert von Stadtverordnetenvorsteher Sascha Wimmer, den Marktfrauen Ursula Hofmann und Renate Becker sowie dem neuen Licher-Gebietsrepräsentanten Christian Dörigmann schlug Benz den Zapfhahn ohne viel Federlesens ein. Die vorsichtshalber umgebundene Schürze blieb ein Accessoire.

Stabführer Gerold Franz und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf/Lda. eröffneten den Reigen der Musikstücke mit dem Castaldo-Marsch von Ernst Mosch. Am frühen Nachmittag gab der Musikverein Dreihausen in der Kirchstraße ein Platzkonzert, während die Gruppe »GosPop« unter dem Lindenbaum den Spielmannszug ablöste.

Auch wenn der eigentliche Krämermarkt erst am Mittwoch um 8 Uhr beginnt, reihten sich die Stände in der Marktstraße und den unmittelbaren Nebenstraßen schon dicht an dicht und die Besucher pilgerten hier so zahlreich auf und ab, dass man getrost von einem vorgezogenen Markttag sprechen kann. Außer Marktständen mit Krämersachen und der Präsentation örtlicher Vereine trugen auch Kunst und altes Handwerk zum Gelingen des Altstadtfestes bei.

In Reunings Halle der Kunst gab es viel zu entdecken. Auf eine extra Ausstellungseröffnung war wegen der Corona-bedingten Schwierigkeiten verzichtet worden. Werner Heibertshausen von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf/Lumda stellte sein neues Projekt »Schichtkohle-Bergwerk Climbach 1943 bis 1945« vor. Hinlänglich bekannte Gesichter sind Angelika Lich (Malerei), Felicitas Nusch (Malerei), Fotogruppe Allendorf (Fotografie), Heidrun Becker (Malerei), Anja Becker (Malerei), Peter Stein (Kollagen), Carolin Käs (Skulpturen), Marina Jarema (Malerei), Kerstin Lotz (Fotografie) und Elke Pannewitz (Malerei). Erstmals dabei waren Helene Schwalb (fotorealistische Malerei) und Robin Schwarz (Digitale PhotoArt).

Der Heimat- und Verkehrsverein zeigte Vertreter alter Handwerke, etwa Steinmetz Manfred Faulstich, Schmied Markus Ruck und Stuhlflechter Manfred Wiessner. Der Verein Lumdatalbahn hatte einen »Youngtimer«, einen Schweizer Postbus des Herstellers NAW, von Omnibus-Historik Königstein organisiert. Die Busse fuhren auch auf den Alpenpässen und jetzt von der Bushaltestelle Grundschule zu den »Bergdörfern« nach Nordeck-Winnen und Climbach. Armin Demandt von den Alphornfreunden Ohmtal machte die Musik dazu.

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Sascha Wimmer, Christian Dörigmann und Bürgermeister Benz (v.l.) waren für den Fassanstich zuständig. Foto: Heller © Heller
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Stuhlflechter Manfred Wiessner zeigte sein altes Handwerk. Foto: Heller © Heller

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