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Wildes Parken auch in Climbach ein Ärgernis

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Der Rundgang mit Thomas Benz durch Climbach führte auch zum Friedhof. Auf der Wiese links soll ein Parkplatz angelegt werden. Foto: Heller © Heller

Allendorfs Bürgermeister Thomas Benz lud zu einem Rundgang durch den Stadtteil Climbach ein.

Allendorf (voh). Ungünstiges Parken gegenüber von Hofeinfahrten ist ein allgegenwärtiges Ärgernis. Das wurde daher auch beim Rundgang mit dem Bürgermeister, diesmal in Climbach, erwähnt. Thomas Benz (FW) sagte, dass, wenn im Falle einer aktiven Behinderung kein Gespräch mehr helfe, man bitte im Rathaus anrufen solle. Entweder bei ihm selber oder dem Ordnungspolizeibeamten Bernd Schwebel. Ortsvorsteher Gernot Schäfer ergänzte dazu, außer den Anliegern würden im Notfall auch Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr behindert. Der allgemeine Aufruf an die Bevölkerung lautete daher, wo immer möglich, sollten die Fahrzeuge auf den Grundstücken geparkt werden.

Beim Dorfrundgang machte die Gruppe am Friedhof Station. Die gärtnerbetreute Grabanlage (Memoriam-Garten) ist noch nicht genutzt worden. Bürgermeister Benz dankte den Climbacher ehrenamtlichen Friedhofsmähern. Sie besorgen nicht nur den Rasenschnitt, sondern kümmern sich auch um die Hecken- und Sträucherpflege. Ein halbes Dutzend älterer Menschen habe sich nun auch für die Pflege des Friedhofs in Nordeck gefunden, informierte Benz. Das Eingangstor in Richtung Wald hat ein unschönes Aussehen, es sollte überarbeitet werden. Die Wiese gegenüber dem Eingangstor in Richtung Dorf hat die Stadt erworben. Dort soll ein ordentlicher Parkplatz entstehen. Das Gelände werde ein Jahr lang auf Naturschutzbelange hin beobachtet, so der Bürgermeister. Diese Zeit müsste aber bald zu Ende sein, so dass man mit der Parkplatzanlage beginnen könne. Jedenfalls soll das leicht abschüssige Gelände eingeebnet werden, so dass die Friedhofsbesucher gut Ein- und Aussteigen könnten.

Beim weiteren Dorfrundgang erläuterte Herbert Hartmann die historischen Bauwerke. Der Bauhof habe das alte Wasserbassin links vom Wasserturm vom Gebüsch befreit. Nun sieht man auch die Kirche besser. Die freigelegte Bruchsteinmauer müsse saniert werden, die Steine sind alle locker.

Im Wasserturm von 1908 seien früher auch die Feuerwehrschläuche getrocknet worden. Außer der Garten- und Nordstraße erhielten alle Straßenzüge in Climbach ihr Wasser vom Turm. Unter dessen Dach befinde sich ein Behälter aus V2A-Stahl mit über 30 Kubikmetern Fassungsvermögen. In der Kirche aus dem Jahr 1783 sei sogar eine Fußbodenheizung. Überschüssiges Wasser aus dem Turm sei früher in das Bassin abgeleitet worden. War es voll, dann floss das Wasser ins Dorf.

Das Backhaus feierte diesen Sommer sein 100-jähriges Bestehen. Am alten Ziehbrunnen ist zwar ein Kippschalter angebracht, aber die Beleuchtung unten im Brunnen funktioniert momentan nicht. Vorbei ging der Rundgang an der alten Trafostation (Bornweg). Von hier führte früher eine oberirdische Stromleitung bis Beuern (Trafostation Fünfhausen).

Der Weg führte vorbei am ehemaligen Forstgarten. Momentan werde Ausschau gehalten nach Zuschüssen, damit wenigstens ein Weg von oben nach unten durch den Forstgarten angelegt werden könne, so Benz. Am historischen Wasserhäuschen erläuterte Werner Heibertshausen von der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf/Lda. dessen Bedeutung und Funktion. Besichtigungen für jedermann, auch Schulklassen, könnten bei ihm oder Peter Stein angemeldet werden. Die Geschichte des unterhalb des Forstgartens gelegenen ehemaligen Stollens soll per Beschilderung dokumentiert werden.

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