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Ziegenberg ein verstecktes Juwel

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Rundgang am Ziegenberg. Lisa Schäfer (vorne links) informiert die Teilnehmer. Foto: Heller © Heller

Der Schulstandort CBES Außenstelle Allendorf und das nachbarschaftliche Naturschutzgebiet Ziegenberg am Rundwanderweg standen im Mittelpunkt eines Rundgang mit dem Bürgermeister.

Allendorf (voh). Der aktuelle Rundgang mit Bürgermeister Thomas Benz lieferte jetzt interessante Informationen zum Schulstandort CBES Außenstelle Allendorf und dem nachbarschaftlichen Naturschutzgebiet Ziegenberg am Rundwanderweg Allendorf.

Treffpunkt war auf dem Schulparkplatz. Benz informierte, dass die Gebäudefassade und der Eingangsbereich renoviert wurden. Seine Idee betreffe ein Blockheizkraftwerk, welches hier aufzustellen sei und das umgebende Quartier mit versorgen könne.

Jens Hausner (Londorf), ein ehemaliger Schüler, hat den Französisch-Unterricht von seiner früheren Lehrerin Barbara Runge übernommen. Er gab Auskünfte. Aktuell kämen 260 Schüler. Diese Zahl habe sich stabilisiert. Man hoffe auf weiteren Zuspruch, vor allem von den Grundschulen und hier aus der Rabenau. Er beobachte, dass während eines Schuljahres wiederholt vereinzelte Schüler, die nach der Grundschule Gießen oder Grünberg gewählt hätten, sich umentschieden für Allendorf. Hausner: »Es ist ein tolles Unterrichten und eine kollegiale Atmosphäre«. Die Tür von Schulleiter Ralf Achenbach stehe immer und für jeden offen. Sei sie mal geschlossen, führe er ein wichtiges Gespräch. Jeder Klassenraum verfüge über eine digitale Tafel mit Wlan-Zugang. Beamer hätten direkten Zugriff auf Apple-TV. Fachräume für Naturwissenschaften seien Standard, solche für Fremdsprachen wie in Allendorf nicht.

Lob von Ausbildern

Hausner lud in seinen Französisch-Fachraum ein. Da er den als einziger nutzt, hat er die Schlüsselgewalt. Die Klassenstärke liege bei 18 Schülern, Lerngruppen seien klein. Abgänger in Allendorf zählten in den weiterführenden Oberstufenschulen zu den Leistungsstärksten. Ausbildungsbetriebe lobten die Allendorfer gleichermaßen.

Die Schulmensa habe eine neue Betreiberin, die selber koche. Im Kiosk werde gesundes Frühstück angeboten. Einzigartig sei das tägliche Obstangebot. Die Schulsozialarbeit nannte Hausner »ganz hervorragend«. Von zwei Personen sei immer jemand anwesend. Sie hätten ein eigenes Büro. Spanisch wird ab der 9. Klasse als dritte Fremdsprache angeboten. Schulsprecher Lukas Schwarz (10. Klasse) informierte über den neuen Schulsanitätsraum. Das DRK habe einen kostenlosen Helferkurs durchgeführt. Jetzt hätten immer zwei bis drei Schüler Sanitätsdienst. Außerdem sei ein Pausenraum eingerichtet worden.

Helfer gesucht

Die Gruppe zog weiter zum Ziegenberg. Lisa Schäfer von der Landschaftspflegevereinigung Gießen gab hier Auskunft. Es würden immer weitere Helfer (Vereine, Privatpersonen) gesucht für die Pflege des 7,4 Hektar großen Geländes. Aktuell seien die Nordecker Waldbauern am Werk. Der Bienenzuchtverein Lumdatal habe sich schon angekündigt. Heide-Wacholder und kriechender Wacholder müssen freigeschnitten werden. Laubbäume, die nicht hierher gehören, wie Birke und Eiche, sind zu entfernen oder zu asten. Der empfindliche Magerrasen mit seinen seltenen Pflanzen (Thymian blühte noch) verträgt keinen Schatten, braucht Licht und Sonne und leidet unter zu viel Nährstoffen, die sich durch herbstlichen Blatt(zer)fall in den Boden eintragen.

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