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Zusammenarbeit geklärt

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Sicherheit für das Personal ist gerade beim Betrieb von Kläranlagen ein oberstes Gebot. Da ist es mit einem Rettungsring alleine nicht getan. © Wisker

Die Stadt Allendorf und die Gemeinde Rabenau betreiben ihre Kläranlagen derzeit in Eigenregie. Nun will man in diesem Bereich -- Stichwort interkommunale Zusammenarbeit - Kräfte bündeln.

Allendorf (dge). Sicherheit ist oberstes Gebot, das gilt auch, besser gesagt ganz besonders, beim Betrieb einer Kläranlage. Sowohl die Stadt Allendorf als auch die Gemeinde Rabenau betreiben ihre Kläranlagen derzeit in Eigenregie. Nun will man in diesem Bereich -- Stichwort interkommunale Zusammenarbeit - Kräfte bündeln.

Im Oktober vergangenen Jahres hatten sich Kommunalpolitiker beider Kommunen die Anlagen vor Ort angeschaut. Manfred Zahrt, Betriebsleiter der Rabenauer Kläranlagen, fand seinerzeit klare Worte: »Meine Aufgabe ist es auch, darauf zu achten, dass es den Mitarbeitern gut geht. Dazu gehört auch, dass die Kläranlage ausreichend besetzt ist.« An erster Stelle stehe die Sicherheit. Doch nicht nur in Sachen Personal soll eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen Allendorf und Rabenau die Zusammenarbeit regeln, auch erhofft man sich Synergien und Kostenersparnis.

In Sachen Personal läuft eine teilweise Zusammenarbeit bereits seit März vergangenen Jahres, nun stand eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Gemeinde Rabenau über die »Durchführung einer gemeinsamen technischen Betriebsführung von Abwasserbeseitigungsanlagen« auf der Tagesordnung der Allendorfer Stadtverordnetenversammlung. Die gaben einstimmig grünes Licht.

Grünes Licht gab es auch für die Stellungnahme der Stadt Allendorf zum Entwurf des Regionalplans Mittelhessen. Wie Thomas Stein (CDU) aus der vorangegangenen Sitzung des Bauausschusses berichtete, sei Allendorf laut Planer Mathias Wolf (Planungsbüro Fischer) im Vergleich zu anderen Kommunen noch »ganz gut weggekommen«. Gabi Waldschmidt-Busse (Grüne) fragte nach, ob denn auch die Stellungnahme des Lumdatalbahnvereins in die Stellungnahme der Stadt eingeflossen sei. Schließlich habe es in dieser Sache eine gemeinsame Sitzung mit Vertretern des Vereins, der sich für die Reaktivierung der Strecke einsetzt, und Vertretern der Kommunalpolitik und Fahrgastverbänden gegeben. Bürgermeister Thomas Benz (FW) erklärte, er gehe davon aus, dass der Verein seine Stellungnahme selbst beim Regierungspräsidium eingereicht habe.

Die Zustimmung der Stadtverordneten fand auch der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss des vorgelegten Bebauungsplans »Alte Mühle« sowie die damit einhergehende Flächennutzungsplan-Änderung. Vorgesehen ist hier eine Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans in diesem Bereich im Stadtteil Nordeck. Ein Aufstellungsbeschluss war bereits im August 2021 gefasst worden. Zum Hintergrund: Ein im bestehenden Bebauungsplan von 2001 ausgewiesenes Baugrundstück kann nicht umgesetzt werden. Stattdessen sollen nun im südöstlichen Bereich zwei Wohnbaugrundstücke ergänzt werden. Diese sind bereits erschlossen und sollen den Ortsrand abrunden. Als Ausgleichsflächen soll die Anpflanzung von Streuobstwiesen Teil der Planung sein. Sandra Henneberg (Grüne) mahnte an, dass man die Umsetzung der Ausgleichsflächen zeitnah überprüfen möge.

Wie der Bürgermeister abschließend mitteilte, habe sich der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe wieder zusammengefunden, auch habe es schon ein erstes Treffen mit aus der Ukraine Geflüchteten gegeben und weitere sollten folgen. Da das Angebot an privatem Wohnraum für die Flüchtlinge begrenzt sei, rechnete Benz damit, dass wieder eine Unterkunft am Bahnhof entstehen werde.

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