VOGELSBERGKREIS - (red). Der Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Jörg Nitsch, hat sich in einer Pressemeldung kritisch über das Treffen des Vorstands der CDU-Landtagsfraktion und Mitgliedern der Hessischen Landesregierung zum Bau der A 49 am Donnerstag in Angenrod geäußert. Die jahrelange Argumentation der CDU für den Ausbau des Autobahnabschnitts sei in Zeiten des Klimawandels einfach nicht mehr überzeugend. Ein „Weiter so“ in der Verkehrspolitik sei keine Option mehr. „Wir brauchen eine Verkehrswende und keine steigende Verkehrsbelastung, die auf dem Rücken der Umwelt ausgetragen wird. Erst letzte Woche hat die Autobahngesellschaft Deges prächtige alte Fichten, Buchen sowie eine knapp 200 Jahre alte Eiche gefällt“, sagte Nitsch.
Die nötige Verkehrswende werde nicht nur durch Umstellung auf E-Mobilität, sondern auch zu einer Verlagerung des Lkw-Verkehrs auf die Schiene und damit zu einer Verringerung des Kfz-Verkehrs führen. Daher würde es der BUND begrüßen, wenn die CDU ihre Politik neu justiert und nicht weiter auf die Durchsetzung unzeitgemäßer Verkehrsprojekte setzt. „Mit den Rezepten der Vergangenheit kann niemand die Zukunft gestalten“, hebt Nitsch hervor.