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1300 Arbeitsstunden geleistet

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Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Frankenbach, Rouven Brück (l.) und Norbert Bena (r.) danken Marlies van der Brink für die Pflege der Bürgerhausblumen und Jörg Eichert für seine engagierte Hausmeistertätigkeit. Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

Der Anbau an das Frankenbacher Bürgerhaus wurde mit einem großen Fest für die Ortsbevölkerung und Gäste offiziell eingeweiht.

Biebertal (whk). Da waren alle schon ein bisschen stolz, als bei Sonnenschein und blauem Himmel nach zweijährigem Warten wegen der Pandemie der Anbau an das Frankenbacher Bürgerhaus offiziell mit einem großen Fest für die Ortsbevölkerung und Gäste eingeweiht werden konnte. Bietet die Überdachung an der Seite und der befestigte Untergrund doch reichlich Möglichkeiten, um auch bei schlechtem Wetter überdacht im Schutz vor Regen zu feiern.

Zum Auftakt des »Einweihungs-Tages« fand ein ökumenischer Gottesdienst im großen Saal des Bürgerhauses mit Pfarrer Günter Schäfer (Evangelische Kirchengemeinde Frankenbach), Pastor Raphael Vach (Freie evangelische Gemeinde Frankenbach) und katholischen Mitchristen statt. Den musikalischen Rahmen setzte gekonnt Erhard Hirz am Keyboard. So war das gemeinsam gesungene Lied »Geh aus, mein Herz und suche Freud« charakteristisch für diesen gemeinsam gefeierten Tag. Trotz seines Ruhestands hatte Pfarrer Schäfer sein Versprechen »noch einmal zu kommen« eingelöst und hieß zusammen mit Pastor Vach die Gemeinde herzlich willkommen. »Die Halle hier ist Zeichen für den Einsatz, die Gemeinschaft und die Beharrlichkeit in Frankenbach«, hieß es zu Beginn. Die Predigt zum Text aus Johannes 2, Verse eins bis zwölf »Hochzeit zu Kana« teilen sich Vach und Schäfer. »Jesus weiß, feiern gehört zum Leben und Jesus lässt es nicht zu, dass die Feier aufhört. Jesus ist einer, der das Leben will, dem die Menschen nicht egal sind und will, dass sich Menschen auf den Weg zu Gott machen«, so Pfarrer Schäfer. »Jesus verwandelt nicht nur Wasser zu Wein, er verwandelt unser Leben. Jesus behebt Norm, macht mehr als notwendig ist«, führte Pastor Vach aus. Mit Gebet und Segen klang der Gottesdienst aus.

Rouven Brück hieß dann die Besucher und Gäste, darunter Bürgermeisterin Patricia Ortmann, Altbürgermeister Thomas Bender, Vertreter der Gemeindegremien und Ortsvereine herzlich willkommen. Er erinnerte an die Sanierung des maroden Bürgerhauses in Frankenbach Anfang der 2000er Jahre. Damals musste es noch mit dicken Holzbalken abgestützt werden, damit keine großen Beton-Träger-Teile herunterfallen konnten.

Gesamtkosten von 20 000 Euro

Dennoch habe nach Abschluss der Arbeiten etwas gefehlt: Eine Überdachung für Feierlichkeiten im Außenbereich. Eine Markise wurde schnell verworfen und »etwas Richtiges« geplant. Ein Zuschuss von 4500 Euro zu den ursprünglich geplanten Kosten von 9000 Euro wurde von der Kommune gewährt. Am Ende waren es Kosten von 20 000 Euro, ohne dass die 1300 freiwilligen Arbeitsstunden eingerechnet waren. Harald Kienholz erstellte die komplette Planung, machte die Bauaufsicht. Die Firma Faber & Schnepp mit Karl-Heinz Redant baute die Asphaltdecke als festen Untergrund ein. Dank galt dem Gemeindebauhof, der mit schwerem Gerät unterstützte. Dachdecker Daniel Will und Zimmermann Jochen Schäfer unterstützten tatkräftig den Holzbau. Ingo Mühlich war federführend bei der Dacheindeckung, die Spengler-Arbeiten meisterte Norbert Bena. Rouven Brück, der Ortsvorsteher und Vorsitzender der Frankenbacher, Vereinsgemeinschaft ist, dankte allen, die mit Hand angelegt haben, um das Werk zu vollenden. Zusammen mit Norbert Bena überreichte er Präsente an Bürgerhaus-Hausmeister Jörg Eichert und an Marlies van der Brink, die sich rührig um den Blumenschmuck des Bürgerhauses kümmert.

Lob von der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Ortmann lobte das Engagement und das Ehrenamt in Frankenbach. »Das Vordach hat das gesamte Bürgerhaus noch einmal aufgewertet. Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt realisiert haben, besonders auch der Vereinsgemeinschaft. In Japan heißt es ›Das Glück tritt gern hinaus, wo gute Laune herrscht‹. Das ist hier in Frankenbach der Fall, lasst uns feiern und diesen Tag genießen«, so die Rathauschefin.

Leider war der Alleinunterhalter verhindert, aber mit deftigen Speisen, Schnitzel, Hackbraten, Würstchen und Getränken zum Ein-Euro-Preis waren die Besucher ebenso wie mit Kaffee und Kuchen bestens versorgt. Dank galt am Ende allen Helfern für die Realisierung des Einweihungsfestes, das auch die Dorfgemeinschaft weiter stärkte, die Geselligkeit und Kontakte untereinander förderte.

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Über den guten Zuspruch bei der offiziellen Einweihung freuen sich Bürgermeisterin Patricia Ortmann (l.) und Rouven Brück (m.) sowie Norbert Bena (r.). Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

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