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Buchfink dominiert bei Vogelzugerfassung

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Biebertal/Heuchelheim/Wettenberg (red). Wieder drei Termine zur Zählung von Zugvögeln hatten die Nabu-Gruppen Heuchelheim, Rodheim-Bieber und Wettenberg in diesem Herbst durchgeführt, teilweise in Kooperation mit dem Nabu-Kreisverband.

Anfang Oktober und Anfang November wurde ab Sonnenaufgang für vier Stunden in der Feldgemarkung zwischen den beiden Burgen gezählt, an den Terminen waren teilweise auch an anderen Standorten im Kreisgebiet Ornithologen auf Ausguck.

Zahlenmäßig sowohl von Vögeln als auch von interessierten Teilnehmern gut besucht war die nachmittägliche Zugvogelerfassung am 23. Oktober bei Kinzenbach: An die 30 Personen hatten sich eingefunden, spähten gespannt zum Horizont und lauschten den Ausführungen von Tim Mattern.

10 000 Kraniche

Knapp 10 000 Kraniche konnten mit Ferngläsern und Spektiv gezählt werden, die meisten zogen jedoch weit abseits der Beobachter über südlich von Gießen oder hinter dem Vetzberg vorbei. Lediglich der erste Trupp Kraniche mit 30 Tieren sowie einer mit 300 Kranichen zum Ende der Veranstaltung zogen direkt über die Beobachter.

Nur vier Rotmilane

Knapp 600 Buchfinken, rund 200 Ringeltauben und 120 Feldlerchen waren weitere Arten, die noch auf höhere Individuenzahlen kamen. Rotmilane wurden diesmal nur vier beobachtet.

Bei der morgendlichen Beobachtung am 2. Oktober erschwerte zunächst Regen die Bedingungen. Zwischen Rodheim und Krofdorf konnten dennoch gut 1200 Vögel aus 21 Vogelarten erfasst werden. Wie an den anderen Beobachtungsstandorten in Allertshausen, Bettenhausen und Grüningen dominierte zahlenmäßig der Buchfink.

Herausragend war ein ziehender Fischadler. Erkennbar nordische Durchzügler wie Erlenzeisig und Rot- und Wacholderdrosseln fehlten weitgehend. Am 6. November war es zwar trocken, aber diesmal behinderte Nebel die Sicht. Während es in Teilen des Kreisgebietes rasch aufklarte, wurde die Beobachtung kurz unterhalb des Gipfels des Odenhausener Altenbergs gegen 10 Uhr abgebrochen.

Deutlich schwächer

Das Zuggeschehen war insgesamt deutlich schwächer. Im Verhältnis waren jahreszeitlich bedingt Feldlerchen und Ringeltauben stärker vertreten. Nordische Drosselarten traten ebenfalls häufiger auf.

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